Formel 1: Das Baujahr 2018

Heute beginnt die Formel-1-Saison 2018. Alle Teams starten gemeinsam bei den Testfahrten in Barcelona in das neue Abenteuer. Die letzten Autopräsentationen sind heute Morgen über die Bühne gegangen, der Großteil der Teams hat das Geheimnis aber schon früher gelüftet. Das Baujahr 2018 im Überblick.

10. Sauber-Ferrari C37

 

Team: Sauber (Teamchef Frederic Vasseur, Technikchef Jörg Zander)
Motor: Ferrari
Fahrer: #16 Charles Leclerc (Rookie), #9 Marcus Ericsson
Team-Wertung 2017: 10. Platz (5 Punkte)
Erwartungen: Rote Laterne abgeben, Duell mit Haas und Toro Rosso

Der neue Sauber erstrahlt in neuem Glanz – und neuer Farbe. Statt auf Blau-Gelb setzen die Schweizer auf Rot-Weiß. Das hat vor allem mit dem Einstieg der Traditionsmarke Alfa Romeo zu tun, damit hat das Team aus Hinwil wieder einen Hauptsponsor an Bord. Durch die Verbindung zu Konzernschwester Ferrari werden die Synergien mit den Italiener noch besser genutzt. Der Deal hat mehrere Vorteile: Sauber startet im Gegensatz zum Vorjahr wieder mit aktuellen Antriebseinheiten aus Maranello. Abgesehen von der finanziellen Unterstützung, die bei nur rund zehn Millionen Euro pro Jahr liegen soll, hat man mit Charles Leclerc (Formel-2-Champion 2017) aber ein heißes Nachwuchstalent in das Cockpit von Mercedes-Junior Pascal Wehrlein gesetzt. Man wird sehen, wie sehr er den Schweden Marcus Ericsson unter Druck setzen kann. In dieser Saison werden deutlich mehr Punkte als 2017 erwartet.

Der C36 und der C37 im Vergleich!

Technisch gibt es am C37 einige Veränderungen. Der Radstand wurde verlängert, außerdem wurden an der Nase zwei kleine Lufteinlässe eingebaut – grundsätzlich fällt ein neues Aerodynamik-Konzept auf. Auch die Seitenkästen weisen eine andere Form auf. Der zweigeteilte Lufteinlass am Überrollbügel ist aus dem Vorjahr geblieben, auf dem Halo hat Sauber aerodynamisch hilfreiche Flügelchen angebracht. Zur detaillierten Technik-Studie!

09. McLaren-Renault MCL33

 

Team: McLaren (Teamchef Eric Boullier, Technikchef Tim Goss)
Motor: Renault
Fahrer: #14 Fernando Alonso, #2 Stoffel Vandoorne
Team-Wertung 2017: 09. Platz (30 Punkte)
Erwartungen: deutliche Steigerung dank neuem Antrieb, Top-5-Ergebnisse

Mit dem Wechsel von Honda- zu Renault-Motoren könnten die Albträume des zweifachen Weltmeisters Fernando Alonso nun endgültig begraben sein. Der Spanier steuert mit dem britischen Traditionsteam in eine neue Ära, dafür hat man auch den MCL33 neu lackiert. In Papaya-Orange und Blau ist der neue Renner aus Woking gehalten. Das Chassis zählte laut dem Team bereits in den Vorjahren zu den Besten, allerdings fehlte die Power. McLaren könnte mit Renault-Antrieb einen großen Sprung nach vorne machen, sogar Red Bull scheint nicht unschlagbar weit voraus. Nach der ersten Ausfahrt war Alonso jedenfalls schon deutlich zufriedener als in den Vorjahren. – obwohl sich der McLaren bis Melbourne noch stark verändern wird.

Our striking #MCL33 breaks cover. #BeBrave #F1 #McLaren

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Der MCL32 und der MCL33 im Vergleich!

Aus technischer Sicht sei der MCL33 eine „logische Weiterentwicklung“ seines Vorgängers. Vor allem der Einbau der neuen Renault-Antriebseinheit stellte die McLaren-Designer vor Schwierigkeiten, da diese anders angeordnet ist als das Honda-Aggregat. Während man sich beim Frontflügel am Vorjahresmodell orientiert hat, sind vor allem die seitlichen Luftleitbleche komplexer gestaltet. Auch die Hinterachse wurde überarbeitet, damit diese aerodynamisch hilfreicher funktioniert. Zur Technik-Analyse!

08. Haas-Ferrari VF-18

 

Team: Haas (Teamchef Günther Steiner, Technikchef Rob Taylor)
Motor: Ferrari
Fahrer: #8 Romain Grosjean, #20 Kevin Magnussen
Team-Wertung 2017: 08. Platz (47 Punkte)
Erwartungen: Angriff auf das vordere Mittelfeld, Gefahr droht von McLaren & Sauber

Das Haas-Team geht in die dritte Formel-1-Saison. Als Ferrari-Kundenteam droht Konkurrenz von Sauber, das nun mit Alfa Romeo ebenfalls einen guten Draht zu den Roten hat. Das Team, das als erstes 2018 Bilder von ihrem Boliden veröffentlicht hat, geht mit einer unveränderten Fahrerpaarung in die Saison. Romain Grosjean bestreitet bereits seine achte Formel-1-Saison, der Sprung in ein Topteam (Ferrari) wird aufgrund nachrückender Rookies (Leclerc) immer unwahrscheinlicher. Das Team sollte im dritten Jahr bereits im Mittelfeld etabliert sein, dennoch ist die Gefahr groß, dass man Richtung letzte Startreihe abdriftet. Gene Haas, Teamgründer, fordert: „Wir müssen eine Sekunde auf sie (Topteams; Anm.) aufholen, wenn wir wirklich konkurrenzfähig sein wollen.“ Nach dem Rückschritt im Vorjahr will Haas auch dank gelöster Bremsprobleme 2018 angreifen.

Looking sharp under the Spanish winter sun. #HaasF1 #F1

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Der VF-17 und der VF-18 im Vergleich!

Technisch ist der VF-18 wie die meisten Boliden 2018 eine Weiterentwicklung aus dem Vorjahr. Der Frontflügel ist komplexer gestaltet als das Vorjahresmodell, die Nase hat eine modifizierte Halterung. Die Seitenkästen ähneln jenen des Ferraris aus der Saison 2017. Der Lufteinlass über dem Cockpit ist größer gestaltet (aufgrund des Halo), außerdem weist der Haas einen kleinen T-Flügel am Ende der abgespeckten Heckflosse auf. Zur Detail-Analyse!

07. Toro-Rosso-Honda STR13

 

Team: Toro Rosso (Teamchef Franz Tost, Technikchef James Key)
Motor: Honda
Fahrer: #10 Pierre Gasly, #28 Brendon Hartley
Team-Wertung 2017: 07. Platz (53 Punkte)
Erwartungen: gering, da der Honda-Antrieb nicht berechenbar ist

Das Toro Rosso-Team wagt 2018 einen komplett neuen Weg. Das Red-Bull-Juniorteam wird mit dem neuen Partner Honda in die ungewisse Saison starten. Nachdem McLaren die Zusammenarbeit mit den Japanern nach nur drei Jahren ohne Erfolge beendet hat, soll es mit Toro Rosso nun funktionieren. Die Saison wird ein Testballon, denn Red Bull steht Ende 2018 ohne Motorpartner da. Funktioniert der Antrieb im B-Team, könnte dieser bereits 2019 auch Max Verstappen und womöglich auch Daniel Ricciardo einheizen. In dieser Saison tritt das relativ neue Duo Pierre Gasly und Brendon Hartley an. Im Vorjahr durften der Franzose und der Neuseeländer bereits fünf beziehungsweise vier Rennen für das Team absolvieren. Ohne viel Erfahrung, aber definitiv mit Talent gehen die Red-Bull-Junioren in das Jahr.

Der STR12 und der STR13 im Vergleich!

Technisch gesehen hat der Toro Rosso STR13 eine veränderte Nase im Vergleich zum Vorgänger. Auch die Vorderradaufhängung ist wieder sehr innovativ. Auffallend sind die Zacken rechts und links an der Nase, auch die Luftleitbleche vor den Seitenkästen sind komplexer geworden. Außerdem interessant ist der Schlitz im Unterboden entlang der Seitenkästen. Zum Technik-Check!

06. Renault R.S.18

 

Team: Renault (Teamchef Cyril Abiteboul, Technikchef Bob Bell)
Motor: Renault
Fahrer: #27 Nico Hülkenberg, #55 Carlos Sainz
Team-Wertung 2017: 06. Platz (57 Punkte)
Erwartungen: erste Podestplatzierungen sollten für das Werksteam das Ziel sein

Der R.S.18 ist enthüllt, oder doch nicht? Denn Cyril Abiteboul hat erst kürzlich Entwarnung gegeben. Der Renault, der online auf Bildern präsentiert wurde, diente nur der Vorstellung der Lackierung. Erst bei den Testfahrten wird das französische Werksteam die neuesten Entwicklungen zeigen. Mit Nico Hülkenberg und Carlos Sainz (von Red Bull geliehen) hat das Team eine starke Fahrerpaarung, der Deutsche möchte sich endlich seinen Traum vom ersten Podium erfüllen, und als Werksteam stellt auch der Teamchef diesen Anspruch. Dafür hat man große Investitionen getätigt. Allerdings hat sich Renault im Winter selbst hochkarätige Konkurrenz gemacht: Mit Red Bull und nun auch McLaren beliefert man gleich zwei Topteams mit Motoren. Ob da noch genügend Zeit für die eigene Werksmannschaft bleibt?

Der R.S.17 und der R.S.18 im Vergleich!

„Alles musste besser und robuster sein, was die Zuverlässigkeit angeht, die im Vordergrund stand“, erklärte Abiteboul bei einem Renault-Event. Technische Neuerungen findet man auf den Computerbildern bislang vergebens. Die Airbox über dem Cockpit ist größer geworden, das Halo wurde ergänzt – ansonsten müssen Technik-Spezialisten auf die Testfahrten warten, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Zum Technik-Check!

05. Williams-Mercedes FW41

 

Team: Williams (Teamchef Frank Williams / Claire Williams, Technikchef Paddy Lowe)
Motor: Mercedes
Fahrer: #18 Lance Stroll, #35 Sergei Sirotkin (Rookie)
Team-Wertung 2017: 05. Platz (83 Punkte)
Erwartungen: Angriff auf Force India, McLaren könnte zur Gefahr werden

Das Williams-Team steht vor einer schwierigen Saison. Mit dem neuen FW41 muss auf der einen Seite der Abstand zu den Top-4-Teams wieder verringert werden, andererseits sollte man im Rückspiegel Renault und McLaren im Auge behalten. Es bleibt abzuwarten, ob Technikchef Paddy Lowes Expertise diesen Spagat schaffen kann. Eine weitere Unbekannte ist die Fahrerpaarung. Mit Robert Kubica hat man sich zwar einen sehr erfahrenen Test- und Entwicklungsfahrer geangelt (wohl auch aus PR-Gründen), allerdings muss Lance Stroll in seiner zweiten Saison nun den Teamleader mimen. Der Russe Sergei Sirotkin muss sein Paydriver-Image abschütteln, er könnte eine Überraschung in diesem Jahr werden. Schon in den Nachwuchsserien hat er sein Talent unter Beweis gestellt. Insgesamt hat Williams dennoch die unerfahrendste und jüngste Fahrerpaarung 2018.

Der FW40 und der FW41 im Vergleich!

Es ist der erste Williams, der unter der Verantwortung von Lowe gebaut wurde. Der Brite, der mit Mercedes zuvor WM-Titel gewann, sprach bei der Präsentation nicht bloß von einer Weiterentwicklung. Er redete von „gravierenden Änderungen“ im Gegensatz zum Vorjahresmodell. Im technischen Detail fällt auf, dass Lowe sich von seinem ehemaligen Arbeitsgerät (Mercedes) inspirieren ließ. Sowohl bei der Nase, als auch den seitlichen Luftleitblechen ist das erkennbar. Bei den Seitenkästen stand der Ferrari des Vorjahres Modell, außerdem ist der Williams FW41 deutlich schmaler als sein Vorgänger. Die Technik im Detail!

04. Force-India-Mercedes VJM11

 

Team: Force India (Teamchef Vijay Mallya/Rob Fernley, Technikchef Andrew Green)
Motor: Mercedes
Fahrer: #11 Sergio Perez, #31 Esteban Ocon
Team-Wertung 2017: 04. Platz (187 Punkte)
Erwartungen: könnte wieder bestes „Best-of-the-Rest“-Team werden, Gefahr McLaren

Als letztes Team hat Force India den VJM11 am Montagmorgen vor Testbeginn in Barcelona präsentiert. Wieder erstrahlt der Bolide dank kräftiger Sponsor-Unterstützung des österreichischen Konzerns BWT in Rosa – sogar der Cockpitschutz Halo. Nachdem es Gerüchte über einen möglichen Verkauf gab, steht nun zumindest fest: Force India behält den Namen und seine Besitzer vorerst. Mit Sergio Perez und Esteban Ocon hat das starke Mittelfeldteam eines der spannendsten Fahrerduos. Bereits 2017 krachte es des Öfteren zwischen den beiden, das Team musste sogar einen Nichtangriffspakt einsetzen. Mal sehen, wie sich der Mexikaner und der Franzose, der in seine zweite volle Saison geht und damit schon mehr Erfahrung mitbringt, in diesem Jahr verstehen. Sollte es wieder Schwierigkeiten geben, wurde ihnen bereits im Vorfeld mit ungewöhnlichen Maßnahmen gedroht. Der interne Kampf könnte beide zu neuen Höchstleistungen antreiben, um den Platz als bestes Mittelfeldteam nach den Top-3-Teams beizubehalten.

Pink. Redefined. Say hello to the new VJM11!

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Der VJM11 ähnelt seinem Vorgänger, weil auch dieser Wagen eine Weiterentwicklung des Vorjahres ist. Auffallend sind die gefächerten Bargeboards und die kompakten Seitenkästen. Mit dem Mercedes-Antrieb im Heck wird man im Gegensatz zu den anderen Mittelfeldteams (außer Williams) wohl wieder leicht im Vorteil sein. Zur ersten Technik-Analyse!

03. Red-Bull-Renault RB14

 

Team: Red Bull (Teamchef Christian Horner, Technikchef Adrian Newey)
Motor: Renault
Fahrer: #3 Daniel Ricciardo, #33 Max Verstappen
Team-Wertung 2017: 03. Platz (368 Punkte)
Erwartungen: enger mit Ferrari und Mercedes um Rennsiege kämpfen

Das Red-Bull-Team hat auch im Vorjahr den Anschluss an die beiden Topteams Ferrari und Mercedes nicht ganz geschafft, dennoch durfte man sich über drei Siege freuen (so viele wie zuletzt 2014). Auch in der Saison 2018 wird es schwierig werden, Red-Bull-Berater Helmut Marko begräbt die Hoffnungen von Max Verstappen und Daniel Ricciardo bereits: „Ich glaube, wir sind nicht in der Situation, dass wir dieses Jahr schon um eine WM fahren können.“ Das könnte zum Vorteil für die beiden Piloten werden: Als eines der stärksten Fahrerpaarungen fahren beide Toppiloten in der Blüte ihrer Karriere auf ebenbürtigem Niveau – und nehmen sich so Punkte weg. Da man im Titelkampf auf einen Fahrer setzen müssten, erspart sich das Red Bull vorerst noch. Das interne Duell der beiden Bullen dürfte dennoch für Spektakel sorgen. Erwartet wird auch von den Piloten selbst, dass sie öfter um Siege mitkämpfen können. Die erste Ausfahrt durfte Ricciardo in Silverstone absolvieren, bei Regen crashte er allerdings.

Der RB13 und der RB14 im Vergleich!

Technisch hat sich Design-Ass Adrian Newey wieder ein paar Detaillösungen ausgedacht. Das Nasenloch aus dem Vorjahr hat der Brite im Konzept beibehalten. Auch die Frontpartie ähnelt stark dem Vorjahresmodell. Die Vorderradaufhängung ist sehr weit oben angebracht, was aerodynamische Vorteile bringen soll. Auch ein horizontaler Flügel am Seitenkasten ist interessant – allerdings wurde auf den Studio-Bildern noch nicht alles gezeigt. Das Heck fällt besonders schlank aus, auf einen weiter unten liegenden T-Flügel hat Red Bull verzichtet. Zur Technik-Analyse!

02. Ferrari SF71H

 

Team: Ferrari (Teamchef Maurizio Arrivabene, Technikchef Mattia Binotto)
Motor: Ferrari
Fahrer: #5 Sebastian Vettel, #7 Kimi Räikkönen
Team-Wertung 2017: 02. Platz (522 Punkte)
Erwartungen: erneut gegen Mercedes um den WM-Titel kämpfen

46 Punkte fehlten Sebastian Vettel am Ende auf seinen fünften WM-Titel, Ferrari konnte vor allem in der zweiten Saisonhälfte 2017 nicht mit Mercedes mithalten. 2018 versucht es die Scuderia wieder, elf Jahre nach dem letzten Titelgewinn mit Kimi Räikkönen. Der Finne fährt noch immer für die Roten (auch aus Mangel an besseren Fahrer-Alternativen), allerdings wird es wohl die Abschiedstour des 38-jährigen „Iceman“ werden. Als solider Nummer-2-Pilot könnte er eine entscheidende Rolle für Vettel im Titelrennen spielen. Das ist auch klar Ferraris Anspruch, nach vier Weltmeisterschaften für Mercedes soll die Krone 2018 zurück nach Maranello geholt werden. Vor allem auf Eigenfehler sollte die Scuderia bei diesem Vorhaben verzichten, Sebastian Vettel muss außerdem in Extremsituationen ruhiger reagieren (Stichwort Baku 2017 und Mexiko 2016).

True calling. #SF71H #ScuderiaFerrari #Seb5 #Kimi7 #F1 #Ferrari #PrancingHorse

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Der SF70H und der SF71H im Vergleich!

Auffällig sind an der neuen roten Göttin vor allem die komplexen Seitenkästen. Schon 2017 setzte Ferrari in diesem Bereich neue Maßstäbe, 2018 hat man das Konzept weiterentwickelt. Die eigentlichen Seitenkästen sind weiter nach hinten verlagert, die vorgeschriebenen Pfeiler der Crashstruktur verbergen sich in den vorgelagerten Flügelelementen. Auch beim Frontflügel hat man mit interessanten Schlitzen etwas Neues zu bieten. Außerdem überrascht man mit einem aerodynamisch effizienten Seitenspiegel und Halo. Auch der T-Flügel ist auf dem Ferrari wieder zu finden. Zur Detail-Analyse!

01. Mercedes W09

 

Team: Mercedes (Teamchef Toto Wolff, Technikchef James Allison)
Motor: Mercedes
Fahrer: #44 Lewis Hamilton, #77 Valtteri Bottas
Team-Wertung 2017: 01. Platz (668 Punkte)
Erwartungen: Titelverteidigung (fünfter WM-Titel in Serie)

Wie schon in den vergangenen drei Jahren geht Mercedes auch 2018 als absoluter Titelfavorit ins Rennen. Die Silberpfeile sind aber vor allem vor der roten Konkurrenz gewarnt. Am Ende hat der Vorsprung, den man sich bei der Einführung der Hybrid-Ära 2014 erarbeitet hat, aber auch 2017 noch gereicht. Das gleichgebliebene Reglement ist Vor- und Nachteil zugleich. Einerseits können die Deutschen auf ihrer guten Basis aufbauen, andererseits gleicht sich die Performance an der Spitze immer mehr an – glaubt zumindest Teamchef Toto Wolff. Er erwartet, dass Mercedes, Ferrari und Renault bei den Motoren in etwa gleichauf liegen werden. Mit Lewis Hamilton hat das Team den amtierenden Weltmeister im Cockpit, außerdem mit Bottas einen soliden zweiten Piloten, der ebenso siegen kann. Mercedes ist dennoch in der defensiven Abwehrposition. 2018 könnten sie mit einem weiteren, fünften Titel in Folge übrigens mit Ferrari (2000-2004) gleichziehen.

Der W08 und der W09 im Vergleich!

War der W08 im Vorjahr noch als „Diva“ oder „Zicke“ bekannt, soll der W09 weniger rätselhaft sein. Hamilton selbst sprach von einem „Kunstwerk“, Motorenchef Andy Cowell ist selbst überrascht, welche Ideen Mercedes in die Tat umsetzen konnte. Konkret sollte der Bolide berechenbarer und das optimale Arbeitsfenster größer werden. Dennoch ist der Wagen eine Weiterentwicklung des Vorjahresmodells mit langem Radstand. Spannend gestaltet sich die Vorderradaufhängung, ein Bumerang-Flügel vor dem Seitenkasten und das schmale Heck. Die Technik im Detail!

Zum Schluss gibt’s noch ein tolles Video zur Einstimmung. F1 meets Netflix
(Vorspann inspiriert von der Serie „Dark„):

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