Formel 1 2017: Top 10 Momente

In wenigen Stunden kommt das Christkind. Um die Wartezeit auf die Geschenke zu verkürzen, gibt’s am vierten Adventssonntag die vierten Top 10 von Marie. Ihre Top-10-Formel-1-Momente 2017. Es wurde geflucht, gestritten, gecrasht, geweint und viel gelacht. Eine Auswahl aus dem Zirkus der Königsklasse. Damit verabschiedet sich Marie ins neue Jahr. Frohe Weihnachten und schöne Festtage!

Der kurioseste Crash

Seit Pastor Maldonado seine Startnummer 13 am Ende der Saison 2015 abgegeben hat, wurde akribisch nach einem Nachfolger gesucht. Mit dem wohl kuriosesten Unfall der Saison 2017 hat sich der kanadische Rookie Lance Stroll in Pole-Position für diese zweifelhafte Ehre gefahren. In der Auslaufrunde nach dem Rennen krachen der Williams und der Ferrari zusammen, Vettel rollt auf drei Rädern weiter und funkt: „Wie ist das denn möglich? Stroll schaut einfach nicht, wohin er fährt! Er ist einfach voll in mein Auto reingezogen. Ernsthaft jetzt…“

Zu den Top 10 Funksprüchen 2017!

Zugegeben hat sich auch Rückkehrer Jenson Button für diese Kategorie empfohlen. Der Brite sprang in Monaco für Fernando Alonso bei McLaren ein und ging dabei etwas übermotiviert ans Werk. Er stellte dabei Pascal Wehrlein kurz vor der Tunneleinfahrt einfach mal auf – ebenfalls eine sehr kuriose Szene: hier ansehen!

Der knappste Zieleinlauf

1971 fehlten Ronnie Peterson nur 0,010 Sekunden auf den Sieg beim Grand Prix in Italien. 2017 erinnerte die Szene zu Rennende in Baku daran, ebenso an das Duell zwischen Elio de Angelis und Keke Rosberg 1982 in Österreich. Denn Lance Stroll, der fabelhafter Dritter wurde, konnte von Mercedes-Pilot Valtteri Bottas in der letzten Runde auf den letzten Metern noch geschnappt werden. Der Kanadier freute sich trotzdem über sein erstes Formel-1-Podest. Am Ende entschieden 0,105 Sekunden.

Zu den Top 10 Überholmanövern 2017!

Das härteste Teamduell

In keinem Team flogen 2017 so die Fetzen wie bei den Pink Panthern. Zwischen Esteban Ocon und Sergio Perez musste bis Saisonende sogar ein Nichtangriffspakt ausgehandelt werden, um die beiden Hitzköpfe unter Kontrolle zu halten. Der Mittelfeld-Krimi ging sogar so weit, dass der junge Franzose Ocon seinen erfahreneren Teamkollegen Perez beschuldigte, ihn umbringen zu wollen.

„Damage limitation today, we were having a good race until Perez tried to kill me at 2 attempt!“ – Esteban Ocon, Instagram

Was war passiert? Nachdem es bereits in Baku gekracht hatte, ging es in Belgien so richtig zur Sache. Vor der Eau Rouge ging den beiden der Platz aus. Und es krachte wieder. Das Team verschenkte abermals viele Punkte, dennoch gingen die Inder als klarer Mittelfeld-Champion in die Winterpause. Die Fahrerpaarung bleibt für 2018 übrigens bestehen.

Die schärfste Ansage

Heiß ging es auch zwischen Nico Hülkenberg und Kevin Magnussen her. Der Deutsche und der Däne gerieten im Grand Prix von Ungarn aneinander. Hülkenberg wollte sich später für die, aus seiner Sicht, unfaire Fahrweise beim Haas-Piloten bedanken. Dieser antwortete live im dänischen TV: „Lutsch mir doch die Eier!“ Sehr charmant. Bei einem Showrun in Assen war Hülkenberg dann in einem Renault E20 unterwegs – mit einem Bild von Magnussen auf seinen Sitz geklebt.

Die rührendste Aktion

„Iceman“ Kimi Räikkönen ist nicht gerade für seine überbordenden Gefühlsausbrüche bekannt. Dennoch schafft es ausgerechnet der Finne mit der wohl rührendsten Aktion der Saison 2017 in diese Liste. Der Spanien-Grand-Prix war für den Ferrari-Fahrer bereits nach nur wenigen Metern in der ersten Kurve zu Ende. Ein junger Fan des „Iceman“ wurde daraufhin groß auf der Leinwand und in der TV-Übertragung eingeblendet – sein Hero war aus dem Rennen. Doch dieser Sonntag sollte eine unerwartete Wendung nehmen. Denn der kleine Thomas durfte sein Idol persönlich treffen, nachdem ihn Ferrari und das Formel-1-Management auf der Tribüne ausfindig gemacht hatten.

Der lustigste Funkspruch

Die Top 10 der besten Funksprüche habe ich bereits am ersten Adventssonntag zusammengestellt. Allerdings habe ich mir den lustigsten für den Schluss aufgespart. Denn auch in dieser Kategorie hat sich Kimi Räikkönen mit einem Gefühlsausbruch qualifiziert. Der Finne war beim Grand Prix von Aserbaidschan etwas aufgebracht, als er zum Restart nach der Rotphase wieder ins Rennen einstieg. Sein Mechaniker hatte dabei allerdings kurzerhand darauf vergessen, ihm sein Lenkrad zurückzugeben. Das sorgte für Hitzewallungen beim „Iceman“. Ein Fan hat natürlich sofort einen Remix daraus gebastelt:

Die emotionalste Fahrt

https://twitter.com/F1/status/901767427435921408

Für den emotionalsten Moment dieser Formel-1-Saison sorgte ein 18-jähriger Deutscher auf einer der legendärsten Rennstrecken: Mick Schumacher nahm in Spa-Francorchamps im Benetton B194 Platz, mit dem dessen Vater Michael seinen ersten WM-Titel 1994 holen konnte. Der Nachwuchsrennfahrer (12. Gesamtrang in der Formel-3-EM 2017) sorgte bei Nostalgikern und Schumi-Fans für feuchte Augen vor dem Rennstart des Belgien-Rennens. Eine schöne Geste, 25 Jahre nach Michael Schumachers erstem Formel-1-Sieg (Belgien 1992).

Die besten Ricciardo-Momente

Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo würde ob seiner humoristischen Art eigentlich eine eigene Kategorie gebühren. Auch 2017 lieferte der Aussie einige Slapstick-Einlagen. In seiner siebten Formel-1-Saison mutierte der 28-Jährige zum Paddock-Clown. Gerne führt er Journalisten in die Irre oder eben deren Fragen – ein Beispiel. Das musste auch Ted Kravitz in Österreich miterleben – hier ansehen! Oder er spielt mit den iPhones der Konkurrenten – siehe hier. Auch Teamkollege Max Verstappen bekommt einiges an Schabernack ab. Zum Beispiel in der Pressekonferenz in Malaysia:

In Singapur wurde Valtteri Bottas Ricciardos Opfer in der Pressekonferenz, die er mit einem Furz etwas aufheitern wollte. Außerdem zeigte der Australier, dass er nicht nur der lustige Surferboy ist. In Abu Dhabi wurde es im Red Bull sogar vulgär. Romain Grosjean hat es also geschafft, sogar Ricciardo auf die Palme zu bringen.

Die bizarrste Fahrerparade

Für viel Aufregung sorgte die Fahrerpräsentation vor dem Grand Prix der USA. Mit Militärmusik, dem Sprecher Michael Buffer und Cheerleader ging die große US-Show über die Bühne. Die Fahrer wurden mit bizarren Ankündigungen präsentiert, etwa „Daniil The Torpedo Kwjat“ oder „Lance The Heartbreaker Stroll“ – warum auch immer. Die überdramatische Show gefiel jedoch vor allem in Europa nicht jedem Fan. Auch Fahrer waren geteilter Meinung, Fernando Alonso lästerte etwa ab: „Das war ein schlechter Scherz, eine schlechte Kopie des Indy 500!“

Wir dürfen gespannt sein, was sich die neuen Formel-1-Eigentümer Liberty Media für die kommende Saison einfallen lassen. Formel-1-Boss Chase Carey hat bereits angekündigt, jedes Rennen zu einem Superbowl machen zu wollen. Solange die Show im Vordergrund steht, werden sich weiterhin viele Fans vom Sport abwenden.

Die besten Social-Media-momente

Und dann passierten in diesem Jahr auch noch einige kleinere Fauxpas auf und abseits der Rennstrecke. In Abu Dhabi lag zum Beispiel plötzlich ein Sonnenschirm auf der Strecke.

Lewis Hamilton blamierte sich erst vor wenigen Tagen mit einem bizarren Instagram-Post. Der Brite hatte nach seinem vierten Titelgewinn Zeit und sah sich anscheinend eine Wiederholung eines Formel-E-Rennens an. Im ePrix von Peking 2014 crashten Nick Heidfeld und Nico Prost. Der Deutsche flog daraufhin in hohem Bogen ab. Hamilton forderte eine Rennsperre für den Sohn des Formel-1-Weltmeisters Alain Prost. Bereits kurze Zeit später war der Beitrag wieder offline – hier nachlesen. Nick Heidfeld antwortete Hamilton trotzdem auf Twitter:

Außerdem zog Hamilton mit abschätzigen Bemerkungen über das Indy 500 Ärger auf sich, denn einige Indy-Fahrer waren keineswegs begeistert von den Aussagen des Formel-1-Weltmeisters. Die Reaktionen hier nachlesen!

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Nach Hamiltons Sieg bei dessen Heimrennen in Großbritannien surfte der Mercedes-Pilot noch in der Menge, während die beiden Finnen Valtteri Bottas und Kimi Räikkönen bereits in der Pressekonferenz warteten.

0,201 Sekunden betrug Valtteri Bottas‘ Reaktionszeit beim Start des Grand Prix von Österreich. Der Finne verübte damit keinen Frühstart, wie von einigen Kollegen behauptet. Ein Fan nutzte den Fakt, um ein Online-Spiel ins Leben zu rufen: So kannst auch Du deine Reaktionszeit testen. Bist Du schneller als der Mercedes-Pilot? 3, 2, 1 …

Mercedes-Teamchef Toto Wolff wurde bereits beim ersten Saisonrennen in Australien handgreiflich – im übertragenen Sinne -, denn der Österreicher musste seinem Ärger über die verlorene Führung von Lewis Hamilton mit einem Schlag auf den Tisch in der Mercedes-Garage Ausdruck verleihen. Binnen kürzester Zeit wurde die Aktion zum viralen Hit. Die drei besten Remixe:

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Had to be done #f1 #wtf1

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Auch Fernando Alonso verwunderte mit einem Instagram-Bild: Der Spanier ging am Freitag des Spanien-Wochenendes einfach Tennis spielen, nachdem sein McLaren bereits in der Einführungsrunde des ersten Trainings in Rauch aufging. Er nützte die Pause, um sich fit zu halten und war zu Beginn des zweiten Trainings wieder im Auto.

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Keeping the body active 😇

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Zu guter Letzt hier noch die wohl schönsten Weihnachtswünsche von Max Verstappen und Daniel Ricciardo. Frohes Fest und bis 2018!

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