Formel 1 2017: Die Top 10 Funksprüche

Die Formel-1-Saison 2017 ist Geschichte. Wieder lieferte dieser Sport eine gute Show ab – zumindest meistens. Mitverantwortlich für viele Lacher waren auch in diesem Jahr die Funksprüche der Piloten. Einige Fahrer haben ihrer Ironie freien Lauf gelassen.

10: Esteban Ocon in Bahrain

Beim zweiten Saisonrennen sorgte Pascal Wehrlein für Unmut im rosaroten Lager von Force India:

„Ich weiß nicht, was Wehrlein da macht“ – „Wehrlein weiß selbst nicht, was Wehrlein da macht. Kümmere dich nicht weiter um ihn.“

(Ocon: „I don’t know what Wehrlein is doing“ – „Wehrlein doesn’t know what Wehrlein is doing, don’t worry about him“)

Übrigens gab es in Monaco eine ähnliche Situation mit Sergio Perez: „Er ist so ein Idiot“, funkte der Mexikaner, woraufhin sich sein Ingenieur meldete: „Verstanden, Wehrlein hat dich blockiert.“

 

09: Kimi Räikkönen in Kanada

Der „Iceman“ klang in dieser Saison entweder angepisst oder verwirrt am roten Teamradio. In Kanada war der Ex-Weltmeister im Training wohl wieder auf seinem eigenen Planeten unterwegs, als er seinen Renningenieur fragte:

„Wechseln wir zurück zum morgigen Set-up?“

(„Are we going back to tomorrows set-up?“)

 

08: Sebastian Vettel in Mexiko

Auch Teamkollege und WM-Anwärter Sebastian Vettel war nicht immer gut gelaunt am Funk. Der Deutsche war im Rennen der WM-Entscheidung besonders verärgert über Felipe Massa:

„Ernsthaft, entwickeln wir hier Autoscooter?!“

(„Seriously, are we developing autoscooter here?“)

Ähnlich reagierte Max Verstappen, als er sich mit dem Ferrari-Piloten in Silverstone duellierte: „Er will Autoscooter spielen!“ Wer da jetzt wohl was spielen möchte?

 

07: Romain Grosjean in Kanada

Der Haas-Pilot war gleich nach dem Start in eine Kollision mit Carlos Sainz und Felipe Massa verwickelt – und nicht gerade angetan von den Fahrkünsten des Spaniers:

„Was für ein verrückter Kerl!“

(„What a mental guy“)

 

06: Carlos Sainz in Großbritannien

Der (damals noch) Toro-Rosso-Pilot wurde von seinem glücklosen (mittlerweile Ex-) Teamkollegen Daniil Kwjat ins Aus geschickt. Große Freude beim Madrilenen, nachdem sein Renningenieur nach dem Zustand des geschrotteten Autos fragte:

„Ja, alles okay am Auto. Du kannst Dani sagen, dass er wirklich einen tollen Job gemacht hat.“

(„Yeah all ok with the car. You can tell Dany he did a very good job there.“)

 

05: Daniel Ricciardo in Ungarn

Der Australier, der normalerweise für seinen breiten Grinser bekannt ist, war weniger angetan von der Aktion seines Teamkollegen Verstappen in der ersten Runde in Ungarn. Nach dem raschen Aus funkte der Aussie:

„War es die Person, von der ich denke, dass sie es war? Was für ein beschissener, schlechter Verlierer!“

(„Was that who I think it was?“ – „F*** sore loser“)

 

04: Sebastian Vettel in Baku

Das Rennen in Aserbaidschan wird so schnell kein Fan vergessen: Ein Rammstoß von Sebastian Vettel an Lewis Hamilton erhitzte die Gemüter bereits früh in der Saison. Nachdem Hamilton beim Start nach dem Safety-Car stark verlangsamte, fühlte sich der Ferrari-Fahrer provoziert. Und zeigte seinen Ärger, indem er in die Seite des Mercedes‘ fuhr. Dafür wurde er mit einer 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe belegt. Er konnte das nicht verstehen und sah sich als Opfer der Kommissare:

„Wann bin ich gefährlich gefahren?“

(„When did I do dangerous driving?“)

 

03: Max Verstappen in Mexiko

Der Red-Bull-Überflieger erlebte eine Seuchensaison mit ein paar Highlights gegen Ende hin. In Mexiko holte er etwas überraschend den Sieg – und ließ es sich nicht nehmen, eine schnelle Rennrunde nach der anderen zu drehen. Ein kleiner Seitenhieb auf seine Strafe in Austin musste auch noch sein:

„Tut mir leid, ich bin gecruist. Ich wollte schon die Strecke abkürzen, nur aus Spaß. Damit ich vielleicht eine 5-Sekunden-Strafe bekomme, dann wäre es noch interessanter geworden.“

(„I’m sorry, I was cruising. I was about to cut the track, you know. Just for fun. Maybe I get a 5-sec penalty, then it get’s a bit more interesting.“)

 

02: Kimi Räikkönen in Ungarn

Der Finne war in Ungarn knapp dran an seinem ersten Formel-1-Sieg seit Australien 2013. Doch in der entscheidenden Phase kam ihm Massa-Ersatzmann Paul di Resta beim Überrunden in die Quere, wodurch Sebastian Vettel seinen Vorsprung ausbauen konnte. Der „Iceman“ leicht erhitzt:

„Was zur Hölle macht dieser Williams-Typ da? Wenn er nicht sieht, was hinter ihm passiert, sollte er weiterhin nur berichten!“

(„What the f**** is this Williams guy? If he cannot see behind him, he should stay on the reporting stuff“)

 

 01: Fernando Alonso 2017

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Ein Pilot hat in dieser Saison den Teamfunk originell uminterpretiert und als Entertainment-Element eingesetzt. Da es für Fernando Alonso auch im dritten Honda-Jahr nichts zu lachen gab, sorgte er wenigstens mit seinen sarkastischen Wortspenden für humoristische Einlagen. Das verdient besondere Anerkennung. Die Leiden des Fernando Alonso zusammengefasst in seinen Top 10 Funksprüchen:

China

Fernando Alonso wird von seinem Renningenieur darauf hingewiesen, dass er nicht auf das Trinken während des Rennens vergessen soll. Seine Reaktion:

„Ich brauche kein scheiß Getränk. Weißt du, ich fahre hier ein Rennen. Ich habe gerade einmal genügend Konzentration, um das Auto auf der Strecke zu halten!“

(„I don’t need f*** drinks. You know, there is a race. Just enough concentration to keep the car on the track“)

 

Bahrain

Alonso ist überrascht, wie schlecht der Honda-Motor in der Wüste funktioniert:

„Wie zur Hölle kann mich das Auto überholen? Am Beginn der Geraden war er noch 300 Meter hinter mir. Ich bin in meinem ganzen Leben nie mit weniger Power gefahren!“

(„How the hell did the car overtake me? 300 meters behind me at the beginning of the straight. I never raced with less power in my life“)

 

Russland

Der Spanier muss in der Aufwärmrunde seinen McLaren an der Boxeneinfahrt abstellen. Sein Renningenieur bittet ihn, eine Einstellung drei Mal zu versuchen. Er steigt allerdings bereits aus und hat keine Lust darauf:

„Habe ich schon, also versuch’s doch selbst!“

(„Try 3 times Fernando“ – „I try already, so try yourself“)

 

Spanien

Bei seinem Heimrennen kann Alonso seine Begeisterung für das Honda-Aggregat nicht mehr verbergen:

„Der Motor fühlt sich gut an. So viel langsamer als vorher. Toll!“

(„The engine feels good. Much slower than before. Amazing.“)

 

Monaco

Zwar war der 36-Jährige in Monaco nicht am Start, dennoch war er am Funk zu hören. Vor Rennbeginn meldete er sich aus Indianapolis, um sich bei Ersatzmann Jenson Button zu bedanken:

„Jenson, mein Freund! Ich bin sicher, du wolltest vor dem Rennen noch meine Stimme hören. Pass auf mein Auto auf!“ – „Okay, ich werde in deinen Sitz pinkeln!“

(„Jenson, my friend. I’m sure you wanted to hear my voice before the race. Take care of my car.“ – Button: „Ok, I’m gonne pee in your seat!“)

 

Österreich

In Spielberg wurde Alonso bereits in der ersten Kurve Opfer eines Startcrashs mit Verstappen und Kwjat. Der Spanier war nur mäßig begeistert über das frühe Aus:

„Ich verstehe nicht, warum sie mich so hart geschubst haben. Sie können nicht Bowling spielen.“

(„I don’t know why they push me so hard. They can not play bowling.“)

 

Belgien

In Spa-Francorchamps hatte Alonso mit seinem McLaren-Honda keine Chance auf den langen Geraden. Er sah das Wochenende eher als Test:

„Die Rückstände sind mir wirklich egal. Das ist sowieso nur ein Test.“

(„I really don’t care about the gaps. This is just a test.“)

 

Italien

Ebenfalls große Probleme hatte McLaren auf dem Highspeed-Kurs in Monza. Der Spanier musste sich mit Jolyon Palmer im Renault duellieren. Der Brite bekam für das Abkürzen einer Schikane eine 5-Sekunden-Strafe, was Alonso zum Lachen brachte:

„Eine 5-Sekunden-Strafe, was für ein Witz! Wo liegt Palmer überhaupt?“ – „Er musste aufgeben“ – „Ha, Karma!“

(„Five seconds penalty – what a joke!“ – „Where is Palmer?“ – „He had to retire the car“ – „Karma!“)

 

Malaysia

In Sepang kamen sich Alonso und Kevin Magnussen im Haas in die Quere. Der McLaren-Pilot hatte wenig Freude mit dem Dänen. Er musste Nico Hülkenberg zustimmen, der zuvor bereits mit Magnussen aneinander geraten war:

„Was für ein Idiot! Hülkenberg hatte recht!“

(„What an idiot! Hulkenberg is right!“)

 

Abu Dhabi

Beim letzten Saisonrennen wusste Alonso bereits, dass es das letzte Vergnügen mit seinem Honda-Motor sein wird. Er freut sich schon auf die Zukunft mit Renault:

„Ich würde gerne schneller fahren. Ich hätte gerne mehr Leistung. Ich hätte gerne viele Dinge, aber das ist nun einmal das, was wir derzeit haben.“

(„I would love to go quicker, I would love to have more deployment. I would love to have many things. This is what we have.“)

Nach Rennende drehte er vorsorglich ein paar Donuts in der Auslaufrunde:

„Ich habe schon ein paar Donuts für nächstes Jahr geübt.“

(„I did some donuts practice for next year.“)

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