Zwitschernde Königsklasse: Maries Formel-1-Twitterguide 2017

Der Kurznachrichtendienst Twitter ist mittlerweile eine der wichtigsten Informationsquellen in der Formel-1-Szene. Egal ob Gerüchte oder Breaking News, in Echtzeit bekommt man sonst nirgendwo so schnell einen Überblick über die aktuellen Topthemen. Nicht nur für Journalisten oder Teams ist der Dienst interessant, auch Fans können sich auf Twitter informieren und sogar mit den Protagonisten in Kontakt treten. Hier ein kleiner Überblick über die wichtigsten Eigenschaften des sozialen Netzwerks.

Lesetipp: Die Social-Media-Highlights der Saison 2016!

Twitter basiert auf dem Prinzip des Abonnierens. Jemand kann ein Profil abonnieren, dessen Tweets für die Person interessant sind. Jederzeit kann man dieses Abonnement auch wieder rückgängig machen und Profilen „entfolgen“.

Vorausgesetzt man hat seinen eigenen Account nicht auf „privat“ gestellt, kann einem auch jeder Twitter-Nutzer selbst folgen. Bei der privaten Einstellung kann man kontrollieren und selektieren, wer einem folgt. Je mehr sogenannte Follower man hat, desto größer ist auch die Reichweite der eigenen Tweets. Die Anzahl kann auch ein Indikator für den Bekanntheitsgrad der Person sein. Auch bezeichnend für Twitter ist, dass jeder Benutzername mit einem „@“ beginnt. Mich findet ihr unter „@speedy_mary„.

Eine Studie vom 3. Februar 2017 hat die bekanntesten Persönlichkeiten auf Twitter gereiht: Mit rund 95,5 Millionen Followern ist die US-amerikanische Musikerin Katy Perry die Person mit den meisten Fans auf dem Microblogging-Dienst. Gefolgt von Justin Bieber und Ex-Präsident Barack Obama.

Die Formel 1 kommt mit ihrem offiziellen Account „@F1“ auf bescheidene 2,5 Millionen Follower (Stand: 15. Februar). Bei den Fahrern – von den insgesamt 22 Piloten sind bis auf beide Ferrari-Fahrer (Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen) alle auf der Plattform angemeldet – ist Mercedes-Pilot Lewis Hamilton mit rund 4,1 Millionen Followern der beliebteste Fahrer auf Twitter. Der dreifache Weltmeister liegt vor den (Ex-)McLaren-Stars Jenson Button und Fernando Alonso. Jolyon Palmer und Pascal Wehrlein stehen ganz am Ende der Tabelle. Ihre Popularität wird sich aber im Laufe der Karriere noch steigern.

Twitter-Accounts der F1-Piloten

Pilot Follower 16′ Follower 17′ Steigerung +
Lewis Hamilton 3.191.221 4.128.921 937.700 29%
Jenson Button 2.386.169 2.690.455 304.286 13%
Fernando Alonso 2.375.149 2.445.011 69.862 3%
Nico Rosberg 1.161.053 1.838.314 677.261 58%
Sergio Perez 885.209 1.607.159 721.950 82%
Felipe Massa 789.919 1.029.696 239.777 30%
Daniel Ricciardo 629.651 994.825 365.174 58%
Romain Grosjean 535.588 669.279 133.691 25%
Nico Hülkenberg 491.064 618.048 126.984 26%
Max Verstappen 205.388 459.100 253.712 124%
Kevin Magnussen 227.349 314.777 87.428 38%
Valtteri Bottas 244.484 299.653 55.169 23%
Carlos Sainz 199.472 262.879 63.407 32%
Marcus Ericsson 78.444 120.276 41.832 53%
Daniil Kwjat 48.220 113.151 64.931 135%
Stoffel Vandoorne 80.904
Jolyon Palmer 23.844 58.607 34.763 146%
Pascal Wehrlein 9.087 52.698 43.611 480%
Esteban Ocon 32.233
Lance Stroll 8.919

Reiht man die Followeranzahl absteigend auf, dann hat Lewis Hamilton auch Anfang 2017 die Nase vorn. Der dreimalige Weltmeister kommt im Februar 2017 auf über vier Millionen – mit großem Abstand liegt Neo-Rentner Jenson Button auf Platz zwei. Weltmeister Nico Rosberg rangiert auf dem vierte Rang. Insgesamt knacken sechs Piloten die Millionenmarke. Daniel Ricciardo schrammt (noch) knapp an der Hürde vorbei.

Auch interessant: McLaren-Rookie Stoffel Vandoorne ist mit 80.000 Abonnenten bereits besser platziert als Palmer und Wehrlein, die schon eine Saison gefahren sind. Mit nur rund 9000 Followern liegt Williams-Neuling Lance Stroll deutlich im Hintertreffen. Und obwohl Wehrlein seine Zahlen in seiner ersten Saison deutlich verbessern konnte – er schaffte die prozentuell gesehen größte Steigerung (Vergleich zwischen den Werten von März 2016 und Februar 2017) -, ist er nach wie vor der Pilot mit den wenigsten Followern (exklusive Rookies).

Nach Wehrlein schafften auch Palmer, Daniil Kwjat und Max Verstappen eine Steigerung von über 100 Prozent. Am wenigsten neue Follower konnte überraschenderweise Fernando Alonso für sich verbuchen. Auch der Weltmeisterbonus von Rosberg wirkte sich nicht gravierend aus. Während sich auch Kevin Magnussen und Verstappen in der Platzierung verbessern, ist die Followeranzahl von Neo-Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas enttäuschend niedrig.

Twitter-Accounts der F1-Teams

Team Follower 16′ Follower 17′ Steigerung +
Mercedes 1.322.706 1.693.155 370.449 28%
Red Bull 1.050.414 1.578.122 527.708 50%
Ferrari 1.224.656 1.547.201 322.545 26%
McLaren 1.102.912 1.355.490 252.578 23%
Renault 664.576 808.141 143.565 22%
Williams 527.545 672.302 144.757 27%
Force India 390.578 510.011 119.433 31%
Sauber 376.541 471.321 94.780 25%
Toro Rosso 341.982 429.149 87.167 25%
Haas 87.369 162.679 75.310 86%

Bei den Formel-1-Teams gibt es einen klaren Gewinner 2016: Red Bull. Die Österreicher haben nicht nur Ferrari sondern auch McLaren überholt. Die größte Steigerung schaffte trotzdem das US-amerikanische Haas-Team im Debütjahr. Die Weltmeister von Mercedes konnten die Führung aus dem Vorjahr trotzdem verteidigen.

Außerdem ist auffällig, dass einzelne Fahrer mehr Follower aufweisen als ihre Teams. Daraus lässt sich ableiten, dass die einzelnen Protagonisten mehr Interesse wecken als das Kollektiv. Lewis Hamilton kommt auf fast gleich viele Follower wie die vier größten Teams zusammengerechnet.

Was kann ich als F1-Fan auf Twitter machen?

Nun kennen wir alle Twitter-Accounts der Piloten und Fahrer. Doch was kann man als Formel-1-Fan selbst auf Twitter machen? Die ursprünglichste Funktion ist das Schreiben eines Tweets. Dabei darf die Anzahl von 140 Zeichen nicht überschritten werden. Mittlerweile kann man aber nicht nur einfache Textnachrichten schreiben, man kann dazu noch Videos oder Bilder einfügen. Außerdem Umfragen anlegen und so die Meinungen der eigenen Follower einholen. Seit Kurzem kann man außerdem mit GIFs kommunizieren (Cat-Content FTW!).

Diese Tweets können dann alle Follower des eigenen Accounts sehen. Möchte man sich mit anderen unterhalten, muss man einfach den Benutzernamen der jeweiligen Person in den Tweet integrieren.

Retweeten

Eine der wichtigsten Funktionen auf Twitter ist das Retweeten. Dabei teilt man den Tweet einer anderen Person auf seinem eigenen Account – durch Klicken auf die beiden Pfeile unter einem Tweet (diese werden dann grün). Nun kann auch jeder Follower des eigenen Accounts die Nachricht sehen, auch wenn diese Personen dem ursprünglichen Verfasser des Tweets selbst nicht folgt. Mit den vorangestellten Buchstaben „RT“ kann man den Retweet kennzeichnen.

Seit 2015 wird bei Twitter außerdem der originale Tweet klein in einem Kästchen in den eigenen Tweet integriert. Durch diese Funktion können Nutzer auch wichtige Nachrichten von Personen mitbekommen, denen sie nicht persönlich folgen. Dies führt dazu, dass sich Meldungen schnell verbreiten können.

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Favorisieren

Neben den zwei Pfeilen für das Retweeten befindet sich unter einem Tweet auch ein Herz-Symbol, das Zeichen für das Favorisieren. Man könnte diese Funktion mit dem „Gefällt-mir“-Button auf Facebook vergleichen. Ein weiterer wichtiger Punkt dabei: Durch diese Funktion kann man Tweets in der Favoriten-Liste abspeichern. Zum Nachlesen, Merken und Markieren von Tweets ist diese Funktion ideal.

#Hashtags

Um Nachrichten auf Twitter besser einordnen zu können, wurden „Hashtags“ eingeführt. Beginnend mit dem Rautezeichen # werden die Wörter direkt in die Tweets eingebaut. Sie gelten als Schlagwörter, sind aber nicht fest vorgeschrieben, sondern können von jedem Nutzer kreiert werden. Dies hilft bei der Suche nach Tweets zu einem bestimmten Thema. So lassen sich Tweets in Kategorien einsortieren.

Die meist verwendetsten Hashtags werden auf der Twitter-Startseite unter „Trends“ angezeigt. Bei Großereignissen gibt es meist offizielle Hashtags, um so alle Tweets zur Veranstaltung zu sammeln. Die Formel 1 setzt seit dem Grand Prix von Singapur 2014 einen offiziellen Hashtag bei jedem Rennen ein. Dieser besteht aus dem Ländernamen des jeweiligen Rennens und der Abkürzung „GP“ für „Grand Prix“. Am Beginn jeder Übertragung wird das Schlagwort im Fernsehbild eingeblendet, zum Beispiel „Join the Conversation: #MonacoGP“. Außerdem findet man Formel-1-Tweets auch unter den Hashtags „#F1“, „#Formula1“ oder „#Formel1“.

Seit dem Skiunfall von Michael Schumacher im Dezember 2013 haben sich auf Twitter gewisse Hashtags als Genesungswünsche an den siebenfachen Formel-1-Weltmeister durchgesetzt. Unter „#KeepFightingMichael“ oder „#ForzaSchumi“ nehmen Formel-1-Fans aus aller Welt am Schicksal des ehemaligen Rennfahrers teil. Dieser Hashtag ist auch auf den Autos des Mercedes-Teams, Schumachers letztem Formel-1-Team, zu sehen.

Diesen Sticker habe ich beim Österreich-Grand-Prix 2014 in Spielberg entdeckt | Fotocredit: Maria Reyer

Diesen Sticker habe ich beim Österreich-Grand-Prix 2014 in Spielberg entdeckt | Fotocredit: Maria Reyer

Ein weiterer Hashtag, der infolge eines Unfalls eines Formel-1-Piloten bekannt wurde, ist der Slogan „#ForzaJules„. Im Oktober 2014 verunglückte der Marussia-Pilot Jules Bianchi beim Grand Prix von Japan schwer und trug lebensbedrohliche Kopfverletzungen davon. Der Franzose verstarb im Juli 2015. Aus Solidarität wird auch der Hashtag „#JB17“ immer wieder von Formel-1-Fahrerkollegen auf Twitter verwendet.

Einen weiteren wichtigen Nutzen haben Hashtags für Teams. Diese veranstalten des Öfteren Fragerunden auf Twitter. Zum Beispiel verwendete das Mercedes-Team nach dem Grand Prix von Monaco 2015 den Hashtag „#AskToto“. Motorsportchef Toto Wolff nahm sich daraufhin Zeit für die Twitter-Gemeinde und beantwortete Fragen der Follower.

Auch Fahrer haben sich Hashtags zunutze gemacht, um ihre Fans virtuell zu vereinen. Lewis Hamilton verwendet für all seine Tweets, die seine Fans betreffen, das Kürzel „#TeamLH„. Haas-Pilot Romain Grosjean setzt „#r8main“ ein, eine Anspielung auf seine Startnummer acht. Auch Mercedes-Pilot Valtteri Bottas verschmilzt seinen Nachnamen und seine Startnummer in „#Bo77as„.

Fernsehstationen verwenden während der Live-Übertragung eines Formel-1-Rennens Hashtags, mit denen die Zuseher Fragen und Anmerkungen an die Kommentatoren senden und so mit ihnen in Kontakt treten können. Der österreichische öffentlich-rechtliche TV-Sender ORF ruft unter dem Hashtag „#orfformel1“ seine Seher dazu auf, den ORF-Kommentatoren Ernst Hausleitner und Alexander Wurz Fragen zum Renngeschehen und allgemein zur Formel 1 zu schicken.

Bei Sky Sports F1, dem britischen Spartensender des Pay-TV-Angebots Sky, gibt es für die Seher die Möglichkeit, in die Sendungen eingebunden zu werden – unter dem Hashtag „#skyf1„. Der deutsche Ableger Sky Deutschland verwendet den Hashtag „#f1sky“ für deren Formel-1-Berichterstattung.

Listen

Eine weitere Funktion von Twitter sind Listen. Diese Listen helfen dabei, Neuigkeiten zu kanalisieren. Man kann beliebig viele User zu einer Liste hinzufügen und so einen Kanal für ein bestimmtes Thema erschaffen.

Der offizielle Account der Formel 1 hat zwei Listen veröffentlicht: eine mit allen Formel-1-Teams und eine mit allen Streckenbetreibern, die auf Twitter angemeldet sind. Auch ich verwende Listen für Formel-1- und MotoGP-Accounts (hier!).

Weitere interessante Accounts

Formel-1-Strecken & Grands Prix

Grand Prix von Australien

Bahrain International Circuit

Sochi Autodrom

Circuit de Barcelona-Catalunya

Automobile Club de Monaco

Grand Prix von Kanada

Baku City Circuit

Silverstone

Autodromo Nazionale Monza

Grand Prix von Singapur

Sepang International Circuit

Suzuka Circuit

Circuit of The Americas

Grand Prix von Mexiko

Autodromo Interlagos

Yas Marina Circuit

 

Formel-1-Journalisten & Experten

Ernst Hausleitner (ORF)

Alex Wurz (ORF)

Dieter Derdak (ORF)

Christian Diendorfer (ORF)

Christian Nimmervoll (Motorsport-Total.com)

Roman Wittemeier (Motorsport-Total.com)

Dominik Sharaf (Motorsport-Total.com)

Norman Fischer (Motorsport-Total.com)

Gerald Dirnbeck (Motorsport-Total.com)

Markus Lüttgens (Motorsport-Total.com)

Rebecca Friese (Motorsport-Total.com)

Tobias Grüner (auto motor und sport)

Steve Jones (Channel 4)

Lennart Wermke (Bild)

Dieter Rencken (Autosport/ F1 Racing)

Andreas Haupt (auto motor und sport)

Andreas Terler (Laola1.at)

Inga Stracke

Matt Somerfield (Motorsport.com)

Sascha Roos (Sky Deutschland)

Steffen Schmidt (RTL)

Florian König (RTL)

Heiko Wasser (RTL)

Karin Sturm

Formula Money

Maurice Hamilton

Simon Lazenby (Sky Sports F1)

Alexander Maack (Spox)

Roger Benoit (Blick)

Simon Pausch (Welt)

Stefan Ziegler (Motorsport.com)

Nicola Pohl (Bild)

Bianca Leppert (auto motor und sport)

Gerald Enzinger

Bianca Garloff (Auto Bild motorsport)

Kai Ebel (RTL)

Sandra Baumgartner (Sky Deutschland)

Tanja Bauer (Sky Deutschland)

Jennie Gow (BBC)

Ian Parkes (Autosport)

Ben Hunt (Sun)

Luis Fernando Ramos

Ted Krevitz (Sky Sports F1)

David Coulthard (Channel 4)

Rachel Brookes (Sky Sports F1)

Johnny Herbert (Sky Sports F1)

David Croft (Sky Sports F1)

Craig Scarborough

Adam Cooper

Dimi Papadopoulos

Will Buxton (NBC)

Anthony Rowlinson (F1 Racing)

Andrew Benson (BBC)

Pablo Elizalde (Motorsport.com)

Kate Walker

Natalie Pinkham (Sky Sports F1)

Martin Brundle (Sky Sports F1)

Jon Noble (Motorsport.com)

Lee McKenzie (Channel 4)

and many more…

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