Maries Adventskalender | Tag 9

Der neunte Tag des Formel-1-Adventskalenders behandelt erneut das frei gewordene Cockpit bei Mercedes – mit dem Hashtag #Jobadvert

Der Rücktritt von Nico Rosberg kam überraschend und unerwartet, selbst für die Mercedes-Führung. Für den Deutschen stand fest: Gewinnt er am Rennsonntag in Abu Dhabi die WM-Krone, dann soll es das gewesen sein. Dem Mercedes-Team hat er seine Entscheidung am Tag danach mitgeteilt. Die Weltöffentlichkeit informierte er heute vor einer Woche vor der FIA-Gala in Wien.

Seither ist man bei Mercedes händeringend auf der Suche nach einem Ersatz. Mehrere Umstände erschweren die Suche: Erstens sind alle Toppiloten, die für das Cockpit unter normalen Umständen in Frage kämen und am ehesten dafür qualifiziert wären, bereits durch mehrjährige Verträge an ihre jeweiligen Teams gebunden. Sebastian Vettel fährt noch mindestens bis 2017 bei der Scuderia Ferrari, Fernando Alonso ist ebenso lang bei McLaren unter Vertrag. Der Deutsche hat bereits abgewunken und gemeint, dass klar sein dürfte, wo er im nächsten Jahr fahren werde. Bei McLaren beschwichtigt man, Alonso sei sehr glücklich in Woking.

Zweitens ist es nun bereits Dezember, auch viele weitere Fahrer, die den Silberpfeilen entfernter in den Sinn gekommen wären, sind bereits beschäftigt. Und schließlich will man so viel Zeit wie nur möglich haben, um vor den großen Regeländerungen im kommenden Jahr den Neuling bestmöglich einzuschulen und das Auto mit ihm gemeinsam auf die ersten Testfahrten vorzubereiten.

All diese Faktoren erzeugen beim Weltmeisterteam einen gewissen Druck. Dadurch lassen sich auch gewisse Aussagen von Mercedes-Aufsichtsratschef Niki Lauda erklären, der nicht glücklich über Rosbergs Entscheidung scheint. Es würde Mercedes schlecht aussehen lassen, da man nun mit leeren Händen und keinem Plan-B dastehe. Auch Lewis Hamilton ist etwas enttäuscht, denn er hat nun nicht die Möglichkeit Rosberg in der kommenden Saison zu schlagen. Er ließ anklingen, dass er die Entscheidung des Weltmeisters für feige hält.

Rosberg selbst kann die Enttäuschung zwar verstehen, trotzdem verteidigt er sich. Er habe seinen Rücktritt eben bereits in Wien bekannt gegeben, damit er dem Team möglichst viel Zeit für die Suche nach einer Alternative verschafft. Die Nachfolge gestaltet sich schwierig. Toto Wolff selbst gab zu, dass sich alle Piloten bis auf Kimi Räikkönen und Daniil Kwjat bei ihm gemeldet hätten – auch ehemalige wie etwa Pastor Maldonado. Realistische Chancen haben aber nur wenige Fahrer. Auf der Liste stehen Mercedes-Sprössling Pascal Wehrlein und Williams-Pilot Valtteri Bottas. Ein Sensationscoup wäre die Verpflichtung von Fernando Alonso, die zuerst ausgeschlossen wurde und jetzt doch wieder möglich scheint.

Um wirklich alle Optionen abzuwägen, bestritt das Mercedes-Team nun einen ungewöhnlichen – und nicht ganz ernst gemeinten – Weg. Man schaltete eine Stellenausschreibung im Autosport-Magazin:

Daraufhin meldeten sich gleich mehrere ehemalige Fahrer, unter anderem Kamui Kobayashi, der für Toyota, Sauber und Caterham aktiv war, und Taki Inoue, der 1994 und 1995 für Simtek und Footwork erfolglos 18 Formel-1-Rennen bestritt. Auch Karun Chandhok, der 2010 und 2011 elf Rennen für HRT und Lotus absolvierte, scheint magisch angezogen:

Nachdem Max Verstappen bereits viel Humor bewiesen hat, und sich auf Twitter ein Duell mit dem Mercedes-Team geliefert hat, machten sich weitere Fahrer und Fans einen Spaß aus dem dominierenden Thema in der Winterpause. Zumindest soll bis Weihnachten ein Fahrer gefunden werden…

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