Maries Adventskalender | Tag 7

Der siebte Tag im Formel-1-Adventskalender widmet sich der Generationenfrage und dem Hashtag #FatherandSon

2016 konnte Nico Rosberg den Weltmeistertitel gewinnen. Ihm gelang damit ein Kunststück, das zuvor nur von einem weiteren Piloten vollbracht wurde. Er konnte sich als Sohn eines ehemaligen Formel-1-Weltmeisters auch selbst die Krone aufsetzen. Damit hat er 20 Jahre nach Damon Hills WM-Triumph mit dem Briten gleichgezogen.

Dessen Vater Graham Hill gewann die Meisterschaft zweimal, 1962 und 1968. Hill jun. folgte 1996 in dessen Fußstapfen, der diese Leistung nicht mehr selbst miterleben konnte. Auch zwischen dem Titel von Keke und Nico Rosberg liegen 34 Jahre. Bereits in seiner Rücktrittsrede erklärte Rosberg jun., dass es für ihn besonders emotional sei, überall die Vergleiche mit seinem Vater zu sehen. Auch bei der Überreichung des WM-Pokals habe er sofort den Namen Keke Rosberg auf der Trophäe gesucht.

 

Blickt man in die Statistik, dann ergeben sich interessante Vergleiche zwischen Vater und Sohn Weltmeister. Bei den Hills konnte der Vater zwar einen Titel mehr gewinnen, trotzdem übertrumpfte ihn Damon sowohl bei den Siegen, als auch bei den Pole-Positionen, schnellsten Rennrunden oder auch den Podestplatzierungen.

Damon Hill (1992-1999) Graham Hill (1958-1975)
Rennteilnahmen: 115 176
WM-Titel: 1 2
Siege: 22 14
Pole-Positionen: 20 13
Schnellste Rennrunden: 19 10
Podestplätze: 42 35
Ausfälle: 38 75
Angeführte Rennen: 45 32
Führungsrunden: 1.388 1.105
Gefahrene Runden: 5.851 8.801
Zielankünfte: 77 101
Punkteresultate: 56 59

Bei den Rosbergs sieht die Statistik noch viel eindeutiger aus. Sohn Nico konnte Vater Keke um Längen abhängen. Der Deutsche gewann in seiner Karriere 23 Rennen, der Finne hingegen nur fünf. In dessen WM-Jahr reichte ihm überhaupt ein Sieg zum WM-Titel, Rosberg holte 2016 neun. Auch in allen anderen Wertungen hat Rosberg jun. die Nase vorn.

Nico Rosberg (2006-2016) Keke Rosberg (1978-1986)
Rennteilnahmen: 206 114
WM-Titel: 1 1
Siege: 23 5
Pole-Positionen: 30 5
Schnellste Rennrunden: 20 3
Podestplätze: 57 17
Ausfälle: 28 55
Angeführte Rennen: 55 19
Führungsrunden: 1.535 503
Gefahrene Runden: 11.159 5.312
Zielankünfte: 178 59
Punkteresultate: 133 38

Während Hill und Rosberg derzeit als einzige Weltmeistersöhne in diesem exklusiven Klub verweilen, haben weitere Ex-Rennfahrersöhne ebenfalls Ambitionen ihre Väter zu schlagen. Kevin Magnussen, Jolyon Palmer und Max Verstappen werden auch 2017 auf die Strecke gehen. Einige Sprösslinge könnten außerdem in Zukunft ihre Väter stolz machen…

The next generation

Alesi

Einige Nachnamen kommen einem bekannt vor, schaut man sich die Nennlisten der Nachwuchsserien an. Zum Beispiel Giuliano Alesi. Der 17-Jährige ist der Sohn von Jean Alesi. 2016 fuhr Alesi jun. seine erste Saison in der GP3 ( Endplatz 22; 1 Punkt), im Jahr zuvor wurde er Vierter in der französischen Formel 4. Außerdem wurde er in diesem Jahr offiziell in das Nachwuchsprogramm von Ferrari aufgenommen. Will er Vater Jean nachkommen, muss er mindestens 200 Formel-1-Rennen bestreiten und ein Rennen gewinnen

 

Deletraz

Neben Alesi in der GP3 gibt es auch einige Söhne ehemaliger Formel-1-Piloten und Weltmeister, die sich in diesem Jahr in der umbenannten Formel V8 3.5 versucht haben. Da liest man zum Beispiel die Namen Panis, Fittipaldi, Deletraz oder auch Binder in der Meisterschaftstabelle. Mit Louis Deletraz muss sich der Sohn des Ex-Formel-1-Piloten Jean-Denis Deletraz um nur sieben Punkte im Titelduell geschlagen geben. Außerdem ist der Schweizer im Renault-Nachwuchsprogramm gut aufgehoben.

 

Piquet

Einer der grundsätzlich die Voraussetzungen mitbringen würde, um mit Hill und Rosberg gleichzuziehen, ist Pedro Piquet. Sein Vater Nelson Piquet gewann die Formel-1-Weltmeisterschaft schließlich dreimal. Bruder Nelson Piquet jun. verschaffte sich durch die „Crashgate“-Affäre eine fragwürdige Reputation, den Namen Piquet könnte nun Pedro wieder ins rechte Licht rücken. Er fuhr 2016 in der Formel-3-Europameisterschaft, die zuletzt Talente wie Stroll, Ocon oder Verstappen hervorgebracht hat. Mit 19 Punkten platzierte er sich in der Serie allerdings nur auf dem 19. Gesamtrang. 2014 und 2015 konnte er immerhin die brasilianische Formel 3 für sich entscheiden.

Parabens Pai, você merece tudo do melhor desse mundo. Te amo😊 #6.4 #vaiidoso. Happy Birthday Dad

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Fittipaldi

Neben Piquet könnte auch ein weiterer brasilianischer Name in die Formel 1 zurückkehren: Fittipaldi. Pietro Fittipaldi, Enkel von Weltmeister Emerson Fittipaldi, ist 2016 ebenfalls in der Formel V8 3.5 unterwegs gewesen. Dabei konnte er sich unter anderem hinter Deletraz, Roy Nissany (Sohn von Chanoch Nissany), Aurelien Panis (Sohn von Olivier Panis) und Rene Binder (Neffe von Hans Binder) auf dem zehnten Gesamtrang einordnen. 2015 reihte er sich in der Formel-3-EM auf dem 17. Gesamtrang ein.

Boa viagem Vovô! Te amo!

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Schumacher

Den wohl größten Erwartungsdruck muss jedoch ein anderer Nachwuchspilot aushalten. Mick Schumacher, Sohn von Formel-1-Rekordchampion Michael Schumacher, versucht sich nun selbst als Rennfahrer. 2015 und 2016 ist Schumacher jun. in der deutschen und italienischen Formel 4 angetreten, wo er in dieser Saison in beiden Serien den Vizetitel holen konnte. Besonders in deutschen Medien wird die Karriere des 17-Jährigen auf Schritt und Tritt verfolgt. Er könnte ebenfalls in den Hill-Rosberg-Klub aufgenommen werden – zuvor steht ihm jedoch noch ein harter Aufstieg bevor. 2017 steht er vor einem möglichen Wechsel in die Formel-3-Europameisterschaft.

Big congratulations @nicorosberg, also wanted to let you know that I will soon take over that trophy 😉🏆

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