Maries Adventskalender | Tag 6

Hinter dem sechsten Türchen des Formel-1-Adventskalenders verbirgt sich einer der wohl skurrilsten Momente in dieser Saison – und der Hashtag #Möwengate

Die Königsklasse ist bekannt für PR-gesteuerte, 0815-Antworten der Piloten. Da bleibt das Menschliche oft im Verborgenen. Gegenteiliges ereignete sich allerdings nach dem Grand Prix von Kanada. Hintergrund: Sebastian Vettel lag in Montreal kurzzeitig in Führung, hinter ihm kam Lewis Hamilton herangebraust. Der Deutsche verbremste sich in Kurve 1 und verlor wertvolle Zeit auf den Mercedes-Fahrer.

Der Grund für den Fahrfehler des Ferrari-Stars: zwei Möwen. Zumindest behauptete das der Deutsche nach dem Rennen mit vehementer Überzeugung. Vettel wollte sich nicht eingestehen, dass ihm in dieser Situation das Talent ausgegangen war und schaltete sich daher sogar in ein Interview von Hamilton mit dem britischen Pay-TV-Sender ‚Sky Sports F1‘ ein.

Vettel: „Er bremst nicht für Tiere. Ihr solltet ihn deswegen hart rannehmen! Zwei Möwen in der ersten Kurve!“

Hamilton: „Nutzt du die jetzt als Ausrede? Ich finde, die Möwen waren unschuldig.“

Vettel: „Aber ich bin Rennfahrer. Ich muss ja wohl irgendeine Ausrede finden, warum er mich heute geschlagen hat…“

Hamilton: „Ich habe gesehen, wie du dich verbremst hast, und dann sind die Möwen weg.“

Vettel: „Ich schaute in die erste Kurve und sah dieses dumme Paar Möwen da sitzen. Ich komme, die sind aber total relaxt.“

Hamilton: „Ey, Mann, das war geplant!“

Vettel: „Rot! Mein Auto ist rot! Es ist doch leicht zu sehen, nicht wie Deins, das mit der Landschaft verschwimmt!“

Hamilton: „Ich kann gut mit Tieren, weißt du? Ich bin wie Dr. Dolittle. Ich habe ihnen gesagt, sie sollen dort sein, und sie waren dort.“

Die Piloten bekämpften sich nicht nur auf der Rennstrecke mit allen Mitteln, auch verbal flogen – mit einem sarkastischen Unterton – die Fetzen. Vettel positionierte sich als Tierfreund, der sogar für Möwen bremst. Hamilton als Dr. Dolittle, der mit den Vögeln unter einer Decke steckt und die Aktion als geplantes Manöver verkauft. Das Interview artete in großes Gelächter – und einen überforderten Interviewer – aus.

Nachdem die beiden Weltmeister die Situation noch einmal live on Air analysierten, kommt Hamilton zu dem Fazit, dass er Vettel ein Paar Möwen schenken werde. Womöglich hätte er das Rennen aber auch ohne die tierische Mithilfe gewonnen.

Die gefiederten Freunde scheint der Deutsche so schnell jedenfalls nicht mehr loszuwerden. Beim Ferrari-Abschlussevent in Daytona am Wochenende fuhr er mit seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen einige Showrunden in älteren Ferraris. Und auch dabei kreuzten sich die Wege des vierfachen Champions und ein paar mutigen Vögeln…

Von Katzen & Godzilla

Sebastian Vettel hatte in diesem Jahr aber nicht als einziger Fahrer eine tierische Begegnung auf der Rennstrecke. Max Verstappen traf im dritten Freien Training in Singapur auf Godzilla – zumindest dachte das sein Renningenieur, als ihm der Niederländer funkte, dass eine riesige Echse knapp vor ihm auf die Strecke gerannt kam. Der Red-Bull-Pilot blieb jedoch ganz cool und das Tier wartete geduldig, bis er vorbeigefahren war.

In Zeiten des Cat-Content darf außerdem eine süße – und sehr mutige – Katze auch im Adventskalender nicht fehlen. Bei der Premiere in Aserbaidschan kreuzte der neue Kurs anscheinend das Revier dieses Vierbeiners. Entschlossen sprang das Tier in Baku über die Asphaltpiste. Ohne einen Kratzer erreichte die Katze die andere Straßenseite und verschwand wieder im Gebüsch.

Maries Reaktion auf die Aktion des flauschigen Fellknäuels…

 

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