The Sound of Music: Die Lieblingssongs der Formel-1-Piloten

Der Motorensound der aktuellen Formel-1-Boliden zählt bei den Fans nicht zu den beliebtesten Klängen. Der Ohrenschmaus, er war einmal. Kein schrilles Kreischen, kein brachiales Getöne, nur ein surrendes Schnurren. Geht es schon auf der Strecke zu wie bei einem Staubsauger-Contest, muss wenigstens mit echter Musik für Stimmung gesorgt werden. Das passiert immer öfter abseits der Rennstrecke bei Konzerten nach den Rennen – ein tolles Zusatzangebot für die Fans.

Diese bekamen unter anderem Queen, Kylie Minogue, Bastille, Lionel Richie, Chris Brown, Pharrell Williams, Enrique Iglesias, Rihanna oder am kommenden Wochenende auch Taylor Swift und Usher zu hören. Zusätzlich hat der Circuit of The Americas bei den modernen Gladiatoren nachgefragt, was sie sich vor dem Kampf über die Ohrstöpsel bei der Fahrerparade oder beim Aufwärmen zu Gemüte führen. Der Musikgeschmack der Fahrer ist so unterschiedlich wie auch ihre Charaktere und Fahrstile.

 

Lewis Hamilton: Ty Dolla $ign – „Campaign“

Der aktuelle Weltmeister versetzt sich mit diesen gefährlich coolen Beats in den Gangster-Modus, um die 33 Punkte Rückstand auf Nico Rosberg in Austin zumindest zu verkleinern. Ob dem Briten das bei dieser Musik auch gelingt? Zumindest kann man sich gut vor dem geistigen Auge vorstellen, wie er mit seiner Goldkette wippend zu dem Swag snappt.

  • Ty Dolla $ign – „Wavy“
  • Ty Dolla $ign – „Campaign“
  • MadeinTYO – „I Want“

Nico Rosberg: U2 – „Beautiful Day“

Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen teilt Nico Rosberg einen soliden Mainstream-Musikgeschmack. Der WM-Leader könnte bald den Bono machen und singen, wie schön der Rennsonntag in Texas nicht ist. Denn holt der Deutsche am Sonntag den nächsten Sieg, baut er die WM-Führung auf minimal 40 Punkte aus (sollte Hamilton Zweiter werden), bei noch drei Rennen müsste sich der Brite da schon etwas ganz Spezielles einfallen lassen, damit er auch den dritten Titel in Folge holt. Rosberg sollte schon mal den Text des U2-Klassikers üben, vielleicht ergibt sich bald der richtige Zeitpunkt.

  • U2 – „Beautiful Day“
  • The Beach Boys – „Surfin‘ USA“
  • Kings of Leon – „Sex On Fire“

Sebastian Vettel: Prince – „Little Red Corvette“

Sebastian Vettel steht auf rote Autos. Das schlägt sich sogar in seinem Musikgeschmack nieder. Eine schöne Hommage an den diesjährig verstorbenen Prince. „Little red Margherita“ könnte der Deutsche bei einem Podium in Texas durchaus anstimmen, wäre es doch ein kleines Erfolgserlebnis in einer insgesamt enttäuschenden Saison des vierfachen Weltmeisters. (Leider gibt’s das Original nicht auf YouTube)

  • Bruce Springsteen – „Born in the USA“
  • Prince – „Little Red Corvette“

Kimi Räikkönen: Steppenwolf – „Born to Be Wild“

Dass „Iceman“ Kimi Räikkönen nicht mehr der jüngste Pilot im Fahrerfeld ist – mit 37 Jahren tatsächlich sogar der älteste – fällt auch bei der Musikwahl auf. Der Finne steht auf solide Klänge aus der Vergangenheit, doch „Born To Be Wild“ hätte man dem kühlen Blonden gar nicht zugetraut. Seine wilde Seite zeigt er höchstens nach einem harten Fight mit Max Verstappen…

  • America – „A Horse With No Name“
  • Steppenwolf – „Born to Be Wild“
  • PMMP – „Pikkuveli“

Daniel Ricciardo: Uncle Lucius – „Keep The Wolves Away“

Daniel Ricciardo hat ungewöhnlich ruhige Klänge ausgewählt. Der Australier liegt damit aber am Puls der Zeit. In der Ruhe liegt eben die Kraft, das weiß auch der Sonnyboy. Er wird in Austin wieder auf Angriff fahren und könnte seinen Marktwert dadurch weiter steigern. Er hält nicht nur den ungestümen Teamkollegen Max Verstappen regelmäßig hinter sich, er hat es als einziger Pilot auch geschafft, beinahe an den Mercedes-Piloten dran zu bleiben. Der Aussie hat etwas mit seinem Musikgeschmack gemein: Er liegt im Trend.

  • Uncle Lucius – „Keep The Wolves Away“
  • The Lumineers – „Stubborn Love“
  • Mr. Wives – „The Western“

Max Verstappen: Michael Jackson – „Thriller“

Für so manch einen Thriller hat Max Verstappen in dieser Formel-1-Saison wahrlich schon gesorgt. Der 19-jährige Überflieger aus den Niederlanden, der massenweise orange gekleidete Fans an die Rennstrecken dieser Welt lockt, hatte 2016 seinen Durchbruch mit dem Sieg in Spanien. Trotzdem muss er noch viel lernen. Auch Michael Jackson startete als kleiner Junge schon durch und hatte unwahrscheinlich großen Erfolg. Bei Verstappen ist dieser wohl nur noch eine Frage der Zeit, wenn er weiter so spannendes Racing bietet.

  • Michael Jackson – „Billie Jean“
  • Michael Jackson – „Thriller“

Alle weiteren Lieblingssongs findest du entweder auf der CoTA-Website oder in der Spotify-Playlist!

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