Zwitschernde Königsklasse: Maries Formel-1-Twitterguide 2016

Der Kurznachrichtendienst Twitter ist mittlerweile eine der wichtigsten Informationsquellen in der Formel-1-Szene. Egal ob Gerüchte oder Breaking News, in Echtzeit bekommt man sonst nirgendwo so schnell einen Überblick über die aktuellen Topthemen. Nicht nur für Journalisten oder Teams ist der Dienst interessant, auch Fans können sich auf Twitter informieren und sogar mit den Protagonisten in Kontakt treten. Hier ein kleiner Überblick über die wichtigsten Eigenschaften des sozialen Netzwerks.

Lesetipp: Die Social-Media-Highlights der Saison 2015!

Twitter basiert auf dem Prinzip des Abonnierens. Jemand kann ein Profil abonnieren, dessen Tweets für die Person interessant sind. Jederzeit kann man dieses Abonnement auch wieder rückgängig machen und Profilen „entfolgen“.

Vorausgesetzt man hat seinen eigenen Account nicht auf privat gestellt, kann einem auch jeder Twitter-Nutzer selbst folgen. Bei der privaten Einstellung kann man kontrollieren und selektieren, wer einem folgt. Je mehr sogenannte Follower man hat, desto größer ist auch die Reichweite der eigenen Tweets. Die Anzahl kann auch ein Indikator für den Bekanntheitsgrad der Person sein. Auch bezeichnend für Twitter ist, dass jeder Benutzername mit einem „@“ beginnt. Mich findet ihr unter „@speedy_mary„.

Eine Studie von Ende Januar 2016 hat die bekanntesten Persönlichkeiten auf Twitter gereiht: Mit rund 80 Millionen Followern ist die US-amerikanische Musikerin Katy Perry, die Person mit den meisten Fans auf dem Microblogging-Dienst. Gefolgt von Justin Bieber und Taylor Swift.

Die Formel 1 kommt mit ihrem offiziellen Account „@F1“ auf bescheidene 1,9 Millionen Follower. Bei den Fahrern – von den insgesamt 22 Piloten sind bis auf beide Ferrari-Fahrer (Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen) alle auf der Plattform angemeldet – ist Mercedes-Pilot Lewis Hamilton mit rund 3,2 Millionen Followern der beliebteste Fahrer auf Twitter. Der dreifache Weltmeister liegt vor den McLaren-Stars Jenson Button und Fernando Alonso. Die beiden Rookies Jolyon Palmer und Pascal Wehrlein stehen ganz am Ende der Tabelle. Ihre Popularität wird sich aber im Laufe der Saison steigern.

Twitter-Accounts der F1-Piloten

Pilot Follower
Lewis Hamilton

3.224.290

Jenson Button

2.412.479

Fernando Alonso

2.389.246

Nico Rosberg

1.178.384

Sergio Perez

906.900

Felipe Massa

799.786

Daniel Ricciardo

643.492

Romain Grosjean

543.969

Nico Hülkenberg

501.864

Rio Haryanto

391.220

Valtteri Bottas

247.365

Kevin Magnussen

233.327

Max Verstappen

213.714

Esteban Gutierrez

213.633

Carlos Sainz

202.701

Marcus Ericsson

80.489

Felipe Nasr

59.917

Daniil Kwjat

52.078

Jolyon Palmer

27.255

Pascal Wehrlein

11.585

Bei den Formel-1-Teams spiegelt sich ein ähnliches Bild wider. Auch hier führt das Mercedes-Team in der Follower-Rangliste knapp vor der Scuderia Ferrari und McLaren. Neueinsteiger Haas verzeichnet bis dato die wenigsten Follower.

Twitter-Accounts der F1-Teams

Team

Follower

Mercedes

1.345.883

Ferrari

1.241.526

McLaren

1.122.304

Red Bull

1.091.969

Renault

684.550

Williams

542.056

Force India

400.609

Manor

386.228

Sauber

385.897

Toro Rosso

352.240

Haas

95.578

Lesetipp: Vorschau auf die Saison 2016!

Was kann ich als F1-Fan auf Twitter machen?

Nun kennen wir alle Twitter-Accounts der Piloten und Fahrer. Doch was kann man als Formel-1-Fan auf Twitter machen? Die ursprünglichste Funktion ist das Schreiben eines Tweets. Dabei darf die Zeichenanzahl 140 nicht überschreiten. Mittlerweile kann man aber nicht nur einfache Textnachrichten schreiben, man kann dazu noch Videos oder Bilder einfügen. Außerdem Umfragen anlegen und so die Meinungen der eigenen Follower einholen. Seit Kurzem kann man außerdem mit GIFs kommunizieren.

Diese Tweets können dann alle Follower des eigenen Accounts sehen. Möchte man sich mit anderen unterhalten, muss man einfach den Benutzernamen der jeweiligen Person in den Tweet integrieren.

Retweeten

Eine der wichtigsten Funktionen auf Twitter ist das „Retweeten“. Dabei teilt man den Tweet einer Person auf seinem eigenen Account – durch Klicken auf die beiden Pfeile unter einem Tweet. Nun kann auch jeder Follower des eigenen Accounts die Nachricht sehen, auch wenn diese Personen dem ursprünglichen Verfasser des Tweets selbst nicht folgt. Mit den vorangestellten Buchstaben „RT“ kann man den Retweet kennzeichnen.

Seit 2015 wird bei Twitter außerdem der originale Tweet klein in einem Kästchen in den eigenen Tweet integriert. Durch diese Funktion können Nutzer auch wichtige Nachrichten von Personen mitbekommen, denen sie nicht persönlich folgen. Dies führt dazu, dass sich Meldungen schnell verbreiten können.

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Favorisieren

Neben den zwei Pfeilen für das Retweeten befindet sich unter einem Tweet auch ein Herz-Symbol, das Zeichen für das „Favorisieren“. Man könnte diese Funktion mit dem „Gefällt-mir“-Button auf Facebook vergleichen. Ein weiterer wichtiger Punkt dabei: Durch diese Funktion kann man Tweets in der Favoriten-Liste abspeichern. Zum Nachlesen oder Merken ist diese Funktion ideal.

#Hashtags

Um Nachrichten auf Twitter besser einordnen zu können, wurden „Hashtags“ eingeführt. Beginnend mit dem Rautezeichen „#“ werden die Wörter direkt in die Tweets eingebaut. Sie gelten als Schlagwörter, sind aber nicht fest vorgeschrieben, sondern können von jedem Nutzer kreiert werden. Dies hilft bei der Suche nach Tweets zu einem bestimmten Thema. So lassen sich Tweets in Kategorien einsortieren.

Die meistverwendeten Hashtags werden auf der Twitter-Startseite unter „Trends“ angezeigt. Bei Großereignissen gibt es meist offizielle Hashtags, um so alle Tweets zur Veranstaltung zu sammeln. Die Formel 1 setzt seit dem Grand Prix von Singapur 2014 einen offiziellen Hashtag bei jedem Rennen ein. Dieser besteht aus dem Ländernamen des jeweiligen Rennens und der Abkürzung „GP“ für „Grand Prix“. Am Beginn jeder Übertragung wird das Schlagwort im Fernsehbild eingeblendet, zum Beispiel „Join the Conversation: #MonacoGP“. Außerdem findet man Formel-1-Tweets auch unter dem Hashtag „#F1“.

Seit dem Skiunfall von Michael Schumacher im Dezember 2013 haben sich auf Twitter gewisse Hashtags als Genesungswünsche an den siebenfachen Formel-1-Weltmeister durchgesetzt. Unter „#KeepFightingMichael“ oder „#ForzaSchumi“ nahmen Formel-1-Fans aus aller Welt an dem Schicksal des ehemaligen Rennfahrers teil. Dieser Hashtag ist auch auf den Autos des Mercedes-Teams, Schumachers letztem Formel-1-Team, zu sehen, um so die Verbundenheit des Rennstalls mit dem verunfallten Rekordweltmeister zum Ausdruck zu bringen.

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Diesen Sticker habe ich beim Österreich-Grand-Prix 2014 in Spielberg entdeckt | Fotocredit: Maria Reyer

Ein weiterer Hashtag, der infolge eines Unfalls eines Formel-1-Piloten bekannt wurde, ist der Slogan „#ForzaJules„. Im Oktober 2014 verunglückte der Marussia-Pilot Jules Bianchi beim Grand Prix von Japan schwer und trug lebensbedrohliche Kopfverletzungen davon. Der Franzose verstarb im Juli 2015. Aus Solidarität wird auch der Hashtag „#JB17“ immer wieder von Formel-1-Fahrerkollegen auf Twitter verwendet.

Einen weiteren wichtigen Nutzen haben Hashtags für Teams. Diese veranstalten des Öfteren Fragerunden auf Twitter. Zum Beispiel verwendete das Mercedes-Team nach dem Grand Prix von Monaco 2015 den Hashtag „#AskToto“. Motorsportchef Toto Wolff nahm sich daraufhin Zeit für die Twitter-Gemeinde und beantwortete Fragen der Follower.

Auch Fahrer haben sich Hashtags zunutze gemacht, um ihre Fans virtuell zu vereinen. Lewis Hamilton verwendet für all seine Tweets, die seine Fans betreffen, das Kürzel „#TeamLH„. Haas-Pilot Romain Grosjean setzt „#r8main“ ein, eine Anspielung auf seine Startnummer acht. Auch Williams-Pilot Valtteri Bottas verschmilzt seinen Nachnamen und seine Startnummer in „#Bo77as„.

Fernsehstationen verwenden während der Live-Übertragung eines Formel-1-Rennens Hashtags, mit denen die Zuseher Fragen und Anmerkungen an die Kommentatoren senden und so mit ihnen in Kontakt treten können. Der österreichische öffentlich-rechtliche TV-Sender ORF ruft unter dem Hashtag „#orfformel1“ seine Seher dazu auf, den ORF-Kommentatoren Ernst Hausleitner und Alexander Wurz Fragen zum Renngeschehen und allgemein zur Formel 1 zu schicken.

Lesetipp: Interview mit Ernst Hausleitner über die Saison 2016!

Bei Sky Sports F1, dem britischen Spartensender des Pay-TV-Angebots Sky, gibt es für die Seher die Möglichkeit, in die Sendungen eingebunden zu werden – unter dem Hashtag „#skyf1„. Der deutsche Ableger Sky Deutschland verwendet den Hashtag „#f1sky“ für deren Formel-1-Berichterstattung.

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Kein spezifisches Formel-1-Phänomen, aber durchaus auch üblich unter Fans wie auch unter Journalisten, ist der „Follower Friday“. Dabei werden unter der Abkürzung „#FF“ Personen in einem Tweet verlinkt, als Empfehlung diesen Accounts zu folgen – dies geschieht eben immer an einem Freitag.

Listen

Eine weitere Funktion von Twitter sind Listen. Diese Listen helfen dabei, Neuigkeiten zu kanalisieren. Man kann beliebig viele User zu einer Liste hinzufügen und so einen Kanal für ein bestimmtes Thema erschaffen.

Der offizielle Account der Formel 1 hat zwei Listen veröffentlicht: eine mit allen Formel-1-Teams und eine mit allen Streckenbetreibern, die auf Twitter angemeldet sind.

Weitere interessante Accounts

Formel-1-Strecken & Grands Prix

Grand Prix von Australien

Bahrain International Circuit

Sochi Autodrom

Circuit de Barcelona-Catalunya

Automobile Club de Monaco

Grand Prix von Kanada

Baku City Circuit

Silverstone

Autodromo Nazionale Monza

Grand Prix von Singapur

Sepang International Circuit

Suzuka Circuit

Circuit of The Americas

Grand Prix von Mexiko

Autodromo Interlagos

Yas Marina Circuit

 

Formel-1-Journalisten & Experten

Ernst Hausleitner (ORF)

Alex Wurz (ORF)

Dieter Derdak (ORF)

Christian Diendorfer (ORF)

Christian Nimmervoll (Motorsport-Total.com)

Roman Wittemeier (Motorsport-Total.com)

Dominik Sharaf (Motorsport-Total.com)

Norman Fischer (Motorsport-Total.com)

Gerald Dirnbeck (Motorsport-Total.com)

Markus Lüttgens (Motorsport-Total.com)

Rebecca Friese (Motorsport-Total.com)

Tobias Grüner (auto motor und sport)

Steve Jones (Channel 4)

Lennart Wermke (Bild)

Dieter Rencken (Autosport/ F1 Racing)

Andreas Haupt (auto motor und sport)

Andreas Terler (Laola1.at)

Inga Stracke

Matt Somerfield (Motorsport.com)

Sascha Roos (Sky Deutschland)

Steffen Schmidt (RTL)

Florian König (RTL)

Heiko Wasser (RTL)

Karin Sturm

Formula Money

Maurice Hamilton

Simon Lazenby (Sky Sports F1)

Daniel Johnson (Telegraph)

Alexander Maack (Spox)

Roger Benoit (Blick)

Simon Pausch (Welt)

Stefan Ziegler (Motorsport.com)

Nicola Pohl (Bild)

Bianca Leppert (auto motor und sport)

Gerald Enzinger

Bianca Garloff (Auto Bild motorsport)

Kai Ebel (RTL)

Sandra Baumgartner (Sky Deutschland)

Tanja Bauer (Sky Deutschland)

Jennie Gow (BBC)

Ian Parkes (Autosport)

Ben Hunt (Sun)

Luis Fernando Ramos

Ted Krevitz (Sky Sports F1)

David Coulthard (Channel 4)

Rachel Brookes (Sky Sports F1)

Johnny Herbert (Sky Sports F1)

David Croft (Sky Sports F1)

Craig Scarborough

Adam Cooper

Dimi Papadopoulos

Will Buxton (NBC)

Anthony Rowlinson (F1 Racing)

Andrew Benson (BBC)

Pablo Elizalde (Motorsport.com)

Kate Walker

Natalie Pinkham (Sky Sports F1)

Martin Brundle (Sky Sports F1)

Jon Noble (Motorsport.com)

Lee McKenzie (Channel 4)

and many more…

2 Gedanken zu “Zwitschernde Königsklasse: Maries Formel-1-Twitterguide 2016

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