Drama, Baby! Der Zirkus ist zurück

Bald wird der Vorhang wieder gelüftet, der Zampano zur Vorstellung laden und die Pferde und Bullen mit ihren Hufen scharren. Ampellichter aus, Spektakel an. Doch schon bevor der Zirkus wieder umherzieht, gibt es einige kuriose Geschichten zu erzählen…

…ohne Drama keine Königsklasse…

Bildschirmfoto 2015-03-11 um 16.56.32

Der Aufstieg in die Formel 1 ist meist ein steiler. Nur für wenige Ausnahmen (Max Verstappen, Kimi Räikkönen…) ebnet sich der Weg schon nach kurzer Anstrengung. Ist man nun bei einem Team unter Vertrag, besteht die Möglichkeit sich zu etablieren. Auch als Testpilot hat man zumindest einen Fuß in der Tür.

Eine eher ungewöhnliche Variante (an ein Formel-1-Cockpit zu kommen) wurde nun von dem niederländischen Rennfahrer Giedo van der Garde praktiziert. Er hat sich in das Cockpit des Schweizer Teams Sauber geklagt. Das australische Gericht in Viktoria hat dem Niederländer recht gegeben, Sauber muss ihm aufgrund eines bestehenden Vertrags in der Saison 2015 ein Auto zur Verfügung stellen.

Da gibt es allerdings zwei Probleme: Marcus Ericsson und Felipe Nasr. Denn Sauber hat bereits zwei Stammpiloten unter Vertrag, die bei den Testfahrten in Jerez und Barcelona den neuen C34 gefahren sind. Wer fährt also nun für die Saubermänner?

By the way: Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn hat einen Masterabschluss in International Business Law…

 

…und noch mehr Drama, Baby…

Denn was da bei den Testfahrten mit dem Spanier Fernando Alonso wirklich passiert ist: Nichts Genaues weiß man nicht. Alonso selbst zeigt sich auf Youtube von seiner besten Seite. Er besteht darauf zu zeigen, wie gut es ihm geht.

Die Faktenlage zu dem Unfallhergang ist dünn. Jener Mann der daran beteiligt war, kann sich daran nicht mehr erinnern. Aus den Telemetriedaten von McLaren lässt sich nichts Ungewöhnliches herauslesen. So muss man sich auf Aussagen von Sebastian Vettel stützen, der hinter dem Chrompfeil aus Woking fuhr. Doch der widerruft seine Aussagen (der Unfall habe komisch ausgesehen) wenig später.

Dann gibt es noch McLaren-Teamchef Ron Dennis, der bei einer eigens einberufenen Pressekonferenz im Barcelona-Fahrerlager das Wichtigste vergisst: er verschweigt die Gehirnerschütterung, die Alonso erlitten hat und weswegen er drei Nächte auf der Intensivstation des Krankenhauses von Barcelona verbracht hat. Man(n) kann sich eben auch einmal täuschen…

Für Verschwörungstheoretiker, aber auch für bekannte Namen in der Branche ist der Unfall weiterhin ein Rätsel. War eine starke Windböe tatsächlich der Grund für den Zwischenfall? Warum war der McLaren kaum beschädigt? Warum musste Alonso aufgrund einer Gehirnerschütterung vier Tage im Krankenhaus verbringen? Fragen über Fragen.

Eine Geschichte, die genau den dramaturgischen Vorgaben der Königsklasse entsprechen, um schon vor dem Saisonauftakt Aufmerksamkeit zu generieren – diesen wird Alonso übrigens von der Couch aus sehen.

 

…ein Drama mit einem vorläufig guten Ausgang…

Wie Phönix aus der Asche ist das ehemalige Marussia-Team, nun Manor, aus der Winterpause auferstanden. Man hat es aus der Insolvenz geschafft und wird beim Grand Prix von Australien tatsächlich in der Startaufstellung stehen (sollte man die 107-Prozent-Regel im Qualifying überwinden*). Man tritt mit einer überholten Version des Vorjahresboliden an und bestreitet den ersten Grand Prix der Saison mit den Fahrern Will Stevens und Roberto Merhi.

Das Antreten des Teams sichert ihnen zugleich auch wichtige Millionen Dollar Preisgeld, das sie durch den neunten Platz von Jules Bianchi (Gesundheitszustand unverändert) beim Monaco-Klassiker 2014 eingefahren haben. Wie die Geschichte des Manor-Teams im Laufe der Saison weitergeht, und ob sie überhaupt mit dem Rest des Feldes ansatzweise mithalten können, werden sich die Dompteure in der Manege noch überlegen…

 

In diesem Sinne wünsche ich eine spannende erste Vorstellung am Sonntag! (Nicht vergessen: Wecker sollte auf spätestens 5.45 Uhr gestellt werden 😉 )

 

*107% qualifying rule
During the first phase of qualifying, any driver who fails to set a lap within 107 percent of the fastest Q1 time will not be allowed to start the race. However, in exceptional circumstances, which could include a driver setting a suitable time during practice, the stewards may permit the car to start. (Quelle: FIA Sporting Regulations)

 

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