Retrospektive: Das war 2014 | Teil 2

Drei Fragen, knappe und knackige Antworten. Im zweiten Teil meines etwas anderen Formel-1-Saisonrückblicks (hier zu Teil 1) beehren uns Bianca Garloff von AutoBild Motorsport, Michael Noir Trawniczek von motorline.cc und Roger Benoit vom Schweizer Blick.

Was hat dich in der Saison 2014 besonders begeistert?

Bianca Garloff: „Dass Nico Rosberg das Vollgastier Lewis Hamilton im Qualifying-Duell gebügelt hat. Ja, Hamilton hat mehr Rennen gewonnen. Den Speed hat aber auch Rosberg. Und damit hat er einige überrascht…“

Michael Noir Trawniczek: „Einige Überholmanöver waren sicher sehr gut, Daniel Ricciardo als Fahrer, natürlich Mercedes mit dem besten Motor.“

Roger Benoit: „Die Form von Williams-Mercedes. Von fünf Punkten 2013 auf 320 im Jahr 2014. Vor allem Massa ist nach acht Jahren Ferrari ein neuer Fahrer und Mensch geworden.“

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Welchen Moment wirst du so schnell nicht vergessen?

Bianca Garloff: „Den Moment, als Daniel Ricciardo sein erstes Rennen in Kanada gewann. Sowohl der Sieg an sich war sehr beeindruckend, aber auch die Reaktion von seinem Teamkollegen Sebastian Vettel war bemerkenswert – wie er ihm gratuliert und Respekt entgegengebracht hat.“

Michael Noir Trawniczek: „Das war der 29.12.2013: Wir hatten gerade die allererste Probe für unser Projekt FOG, mit meinem Kollegen und Freund Sven Haidinger an der Gitarre. Und an diesem Abend wurde das Ausmaß des Schumacher-Skiunfalls klar. Zwischen den Songs haben wir immer nachgesehen, wurden per SMS mit News versorgt. Es war dermaßen surreal. Ich muss zugeben: In seiner Ferrari-Ära war er mir unsympathisch, aber das Comeback fand ich mutig und ich finde, er fuhr nicht schlecht im Mercedes, schaut euch seine Starts an, am besten die Onboards! Diese Fassungslosigkeit ob seines Schicksals ist bis heute geblieben – man kann nur hoffen, dass er sich doch noch erholt…“

Roger Benoit: „Es war der Moment in Abu Dhabi, als feststand, dass Sauber 2014 tatsächlich keinen WM-Punkte erobern konnte. Es war der Totalschaden des Jahres. Das Drama um Bianchi wird uns noch – wie der Fall Schumi – jahrelang begleiten.“

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Mit welchem Gefühl gehst du in das kommende Formel-1-Jahr?

Bianca Garloff: „Mit dem Gefühl, dass Nico Rosberg Weltmeister wird, Sebastian Vettel bei Ferrari geduldig sein muss und Bernie Ecclestone endlich in Rente geht.“

Michael Noir Trawniczek: „Mit dem Gefühl, dass diese Formel 1 sogar bei den Protagonisten zum Teil höchst unbeliebt ist. Diese Motoren, mit ihrem schrecklichen Sound – und ein ERS, das vom Publikum gar nicht als solches wahrgenommen wird (beim KERS gab’s noch den KERS-Button). Die ungerechte Verteilung der TV-Gelder. Aber unsympathisch ist die F1 schon lange – und sie bleibt dennoch die klare Nr. 1.“

Roger Benoit: „Mit sehr gemischten Gefühlen. Mercedes, das leider eine heile Welt predigt (und dabei die Spannung killt), wird seine Dominanz noch ausbauen – und dahinter geht das Gejammer los. Interessant ist eigentlich nur, ob McLaren-Honda überhaupt in die Gänge kommt.“

 

Und, wie würdest Du diese Fragen beantworten? Hinterlasse die Antworten hier unten in einem Kommentar oder bei Twitter und Facebook!

2 Gedanken zu “Retrospektive: Das war 2014 | Teil 2

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