Kommentar: Money For Nothing

Es ist beinahe eng geworden für Bernie Ecclestone. Aber wieder einmal hat er es geschafft. Er hat wieder einmal ein Problem mit Hilfe von viel Geld (in diesem Fall sind es 100 Millionen Dollar, umgerechnet 75,4 Millionen Euro) gelöst. Wer kann, der kann eben.

Aber abgesehen von der fragwürdigen Vorgehensweise der deutschen Justiz, ist es doch bemerkenswert, welch leichtes Spiel man hat, wenn man den Namen Bernie Ecclestone trägt. Denn obwohl er womöglich sich selbst vor dem harten Gefängnisalltag gerettet hat, schadet er somit dem Sport, den er repräsentiert. Wie kann es sein, dass ein 83-Jähriger, der sich aus einem Bestechungsprozess freikauft, einen Weltsport ohne Konsequenzen weiter leiten darf? Das geht wohl nur in der Formel 1.

Der Grund: Ohne Ecclestone würde die Königsklasse wie ein Kartenhaus zusammenfallen. Er hat die Kontakte und Verknüpfungen geschaffen, die Königsklasse ist eben das Meisterwerk von Ecclestone. Doch ist es sehr realistisch, dass der „Zampano“ nicht ewig mit blühendem Leben gesegnet sein wird. Was dann? Anscheinend macht man sich darüber keine Gedanken?

Auch wenn der Prozess in München nun abgewendet werden konnte, bleibt doch Staunen zurück. So einfach geht es also. Was machen andere Betrüger? Auch 100 Millionen Dollar hinblättern? Wofür gibt es dann überhaupt noch Gesetzte und Rechtsstaatlichkeit? Eines ist sicher – an diesem Dienstag hat die Justiz und der Motorsport einen großen Kratzer abbekommen. Und Bernie Ecclestone? Der hat womöglich ein paar weiße Haare mehr, aber für seine Taten musste er erst nicht geradestehen.

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