Red-Bull-Ring: Gerüstet für das Speed-Spektakel

Genau eine Woche noch: Dann beginnt in Melbourne eine neue Zeitrechnung in der Königsklasse des Motorsports. Es wird eines der spannendsten Jahre der Geschichte werden. Die Formel 1 beginnt bei Null. Und mittendrin in dieser neuen Ära ist eine Strecke, die einen Fixplatz in der Historie hat.

Der Red-Bull-Ring kehrt zurück in den Formel-1-Kalender. Niemand hätte damit gerechnet. Nicht einmal die Einheimischen selbst haben noch an eine Rückkehr des Formel-1-Zirkus an den „Ring“ geglaubt. Und doch hat es ein Mann geschafft das Unmögliche möglich zu machen. Dietrich Mateschitz hatte aber nicht nur die Idee eines einfachen Österreich-Grand-Prix. Ein Großprojekt mit Hotels, Restaurants und dem „Werkberg“ wurde aus dem Boden gestampft.

Bei einem Treffen mit ortsansässigen Gastronomen, Hoteliers, Tourismus-Verantwortlichen und Bürgermeistern hat Mateschitz klargestellt, welch eine große Chance dieser Grand Prix nicht nur für das Aichfeld, sondern für die gesamte Alpenrepublik ist. Mit dem „Werkberg“, der eine Art Fond für Anrainer darstellt, sollen kleine Projekte von einfachen Bürgern finanziell unterstützt werden.

Der Grand Prix als Gratiswerbung

Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko nahm in der Sendung ‚Sport und Talk im Hangar 7‘ auf ‚ServusTv‘ Stellung zu der aktuellen Situation in Spielberg: „Alles ready. Wir haben einen sensationellen Winter, oder besser gesagt Nicht-Winter gehabt. Deshalb sind die Bauarbeiten sogar etwas über dem Zeitplan. Wir können davon ausgehen, dass über 50.000 Tribünenplätze zur Verfügung stehen werden. Und das Allertollste ist, dass in 36 Stunden (eigentlich waren es 48 Stunden; Anm. d. Red.) alle Tickets verkauft waren.“

Die Begeisterung der Österreicher für den Motorsport sei etwas ganz Besonderes, so Marko. Und auch die urige und rustikale Atmosphäre, die man im Murtal vorfindet, sei einzigartig im Rennkalender. „Bei uns gibt es eine Herzlichkeit. Die, die vor zehn Jahren schon dort waren, freuen sich jetzt schon wieder darauf. Die kennen die Wirtshäuser und die Speisen“, schildert Marko.

Auch Niki Lauda stimmt in die positive Betrachtung von Marko ein: „Wenn immer auch jemand im Fahrerlager über Spielberg redet, dann sind sie alle happy – besonders die, die es noch von früher kennen – dass wir dort wieder hinkommen können. Spielberg ist etwas ganz Außergewöhnliches, weil die österreichische Kultur international verkauft wird. Über die Fernsehausstrahlung ist das die beste Werbung, die Österreich nur haben kann.“ Zur Lage vor Ort bemerkt der Sieger von 1984: „Positiv anders!“

Große Fortschritte, aber noch immer viel Arbeit

Heute habe ich mich wieder einmal auf den Weg nach Spielberg gemacht, um die neuesten Fortstritte auf Bild festzuhalten. Das Betongerüst der Start-Ziel-Tribüne steht, die Dachkonstruktion ist noch in Arbeit. In der Mitte springt einem eine Konstruktion ins Auge, die einem Heckflügel eines Formel-1-Boliden ähnelt. Die zwei Türme werden mit einer Dachkonstruktion verbunden.

Auch in der Schlossgold-Kurve sind Bagger im Einsatz. Dort entsteht die „Tribüne Nord“. Die Boxengasse hat sich ebenfalls vergrößert. Nachdem vier neue Boxen angebaut werden mussten, entstand darauf ebenfalls ein neues Gebäude. Dort könnte sich das neue Medienzentrum ansiedeln.

Alles in allem sind die Bauarbeiten am Red-Bull-Ring voll im Zeitplan. Trotzdem sollte man sich beeilen, um sich in optimaler Form Ende Juni einer Weltöffentlichkeit präsentieren zu können.

3 Gedanken zu “Red-Bull-Ring: Gerüstet für das Speed-Spektakel

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