Spielberg – Teil 6

Und dann war es endlich soweit. Der Ring war eröffnet. Vettel und co. ließen sich dieses Spektakel nicht entgehen. Und nach zwei Jahren Vollgas mit Formel Renaults, X-bows, Motorrädern, Trucks und DTM-Boliden, heißt es für das kommende Jahr die verstaubten Ohrenschützer wieder ausgraben. Denn bald wird die Königsklasse des Motorsports wieder in Spielberg gastieren.

Diesen Medienhype rund um das mögliche F1-Comeback des Red Bull Rings löste am 23. Juli 2013 eine Aussendung aus Fuschl am Wolfgangsee aus.

Demnach dürfte sich F1-Zampano Ecclestone und Bullenchef Mateschitz auf den langersehnten F1-Vertrag geeinigt haben. Bis 2020 soll es eine Einigung geben.

„Formel 1 kommt zurück nach Österreich

Die Königsklasse im Motorsport kehrt in die Steiermark zurück. Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz und Formel-1-Mäzen Bernie Ecclestone haben sich diesbezüglich geeinigt. Der Österreich-GP soll am 6. Juli 2014 steigen.

Österreich erhält nach mehr als zehn Jahren wieder einen Formel-1-Grand-Prix. Bereits in der kommenden Saison fährt die Königsklasse in Spielberg in der Steiermark – auf dem Red Bull Ring. Der Getränkekonzern hat die Rückkehr des Rennens möglich gemacht und die Einigung von Besitzer Dietrich Mateschitz mit Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone am Dienstag auch bekannt gegeben.

Als Termin für das Comeback ist der 6. Juli 2014 vorgesehen. „Alle für den Red Bull Ring erforderlichen behördlichen Genehmigungen vorausgesetzt“, hieß es in einer Stellungnahme des Unternehmens. „Wir freuen uns.“ Mateschitz hatte bereits seit langem davon geträumt, das Rennen in seine engere Heimat zurückzuholen. Bereits vor der laufenden Saison war über ein Einspringen als Ersatz für New York/New Jersey spekuliert worden.

26-mal ist der Grand Prix von Österreich bisher ausgetragen worden, zuletzt am 18. Mai 2003. Seither hat Red Bull Millionen in die Infrastruktur rund um die Rennstrecke investiert, im Mai 2011 folgte die Neueröffnung. „Für mich als Steirer, der die Motorsportjahre am Ring als Jugendlicher miterlebt hat, ist es schon etwas ganz Besonderes, dass wir nicht nur den Ring wiederbeleben, sondern nun auch die Königsdisziplin zurückholen konnten“, gestand Mateschitz.

Freude in Österreich ist bereits groß

Die Einigung ist dennoch eine Überraschung, hatte Ecclestone doch vor wenigen Monaten noch die unbefriedigende Hotelsituation als Hindernis bezeichnet. Für die Veranstaltung des Rennens ist zudem eine Gebühr in zweistelliger Millionenhöhe fällig. Die endgültige Entscheidung über den Rennkalender 2014 trifft der Weltrat des Internationalen Automobilverbandes (FIA) – vermutlich nicht vor September. Die Freude in Österreich ist aber bereits groß. „Das ist das Beste, was uns passieren kann. Diese weltweite Publicity ist für Österreich unbezahlbar“, betonte Ex-Weltmeister Niki Lauda, als er von der APA – Austria Presse Agentur von der Rückkehr des Grand Prix erfuhr. Der Wiener hatte sein Heimrennen 1984 gewonnen – eine Sternstunde.

Entscheidend ist für Lauda aber auch die Nachhaltigkeit, mit der Red Bull in der Region tätig ist. „Bevor Didi Mateschitz investiert hat, war dort tote Hose“, erinnerte der 64-Jährige. „Es ist ein neuer Impuls für die Wirtschaft, er schafft Arbeitsplätze. Besser geht es nicht, es profitieren alle davon.“ Er selbst habe lange auf ein Comeback des Rings gehofft. „Dass es Wirklichkeit wird, liegt nur an Herrn Mateschitz. Ganz Österreich sollte den Hut ziehen.“

Seit 2005 ist Red Bull in der Königsklasse tätig, zuletzt war man mit Sebastian Vettel dreimal in Serie Weltmeister. „Das Rennen jetzt ist die Krönung“, meinte Lauda. Eine, die Mateschitz schon seit Jahren verfolgt hat. „Das Thema hatte er seit längerem im Visier“, versicherte Ex-Pilot Gerhard Berger, ein enger Vertrauter des Red-Bull-Bosses. Der jüngste Fortschritt der Gespräche mit Ecclestone war aber auch ihm nicht bewusst.

„Die Strecke und die Boxen sind absolut Formel-1-tauglich“

„Wir haben eine perfekte Infrastruktur und mit Red Bull auch eine österreichische Mannschaft“, strich Berger die Vorteile für die Fans heraus. „Es wird die Leute überraschen, was es in Spielberg alles gibt.“ Kollege Alexander Wurz erinnerte daran, dass der ins Gelände eingebettete Kurs schon zu seiner aktiven Zeit jener mit den meisten Überholmanövern im F1-Kalender gewesen sei. „Die Strecke und die Boxen sind absolut Formel-1-tauglich.“

Die Homologierung für die Königsklasse hat der Red Bull Ring seit der Neueröffnung, bisher sind dort Rennen der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) oder zuletzt der World Series by Renault über die Bühne gegangen. „Wir haben Österreich immer geliebt“, hatte Ecclestone vor zwei Jahren in einem APA-Interview gesagt. „Es ist eine der schönsten und besten Rennstrecken der Welt.“ Red Bull hat ihm eine Rückkehr ermöglicht.“
– Kleine Zeitung

Das obere Murtal scheint von der Nachricht positiv überrascht zu sein. Bis auf einen – Karl Arbesser ist entschieden gegen das Großprojekt und könnte Mateschitz noch einige schlaflose Nächte bescheren bis die behördlichen Genehmigungen zusammen sind. Man wird sehen, ob am 22. Juni 2014 in Spielberg die Motoren heulen oder ob es doch nur die Kuhglocken sind…

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