Warum einfach, wenn’s kompliziert auch geht?

Die Verantwortlichen in Sachen Königsklasse arbeiten ihrem Untergang mit vollem Tatendrang entgegen. In dieser Woche wurde ein neuer Strafenkatalog vorgestellt. Neben dem neuen Punkteführerschein und den am Montag präsentierten Änderungen des sportlichen Reglements wird’s vor allem für die Zuseher im nächsten Jahr kompliziert. Ein Erklärungsversuch. 

Nächstes Jahr wird alles anders. Das kann man laut sagen. Ja schon fast schreien. Denn es ist zum Haareraufen. Nachdem ein Punkteführerschein für kommende Saison eingeführt wurde, gab es nun erneute Änderungen des sportlichen Reglements bezüglich technischer Gebrächen. Konkret geht es dabei um die Strafen, die ein Fahrer erhält sollten gewisse Teile seines Autos nicht die vorgegebene Dauer überstehen. Hierbei handelt es sich um sechs Komponenten: Verbrennungsmotor, Motorgenerator Kinetik, Motorgenerator Wärme, Energiespeicher, Turbolader und Steuerungselektronik. 

Sollte eines dieser sechs Teile nicht wie vorgeschrieben fünf Rennen lang halten, werden Strafen ausgesprochen. Sollte eines dieser Komponenten eingehen, dann wird der Fahrer um zehn Startplätze in der Startaufstellung zurückversetzt. Sollte noch ein Teil hinüber sein, folgt erneut eine Strafversetzung um fünf Plätze. Jetzt wird’s richtig kompliziert: Sollte ein Teil schon zum siebenten Mal erneuert werden, muss der Fahrer erneut um zehn Plätze zurück. Jedes weitere siebente Teil bedeutet erneut eine Strafversetzung von fünf Startplätzen.

Der springende Punkt dabei: Strafen müssen ganz abgesessen werden. Das bedeutet, dass wenn ein Fahrer vom 20 Startplatz regulär starten würde und nun zehn Plätze zurück muss, dann wird er bei diesem Rennen auf den 22 und damit letzten Startplatz zurückversetzt. Damit bleiben noch acht Strafplätze über. Diese werden dann beim nächsten Qualifying zum Tragen kommen. Das Spiel dauert so lange, bis die gesamten zehn Plätze abgesessen worden sind. Sollten alle sechs Komponenten gemeinsam ausgetauscht werden, folgt ein Start aus der Boxengasse.

Formel Flensburg ?

Dem ganzen Regel-Jungel nicht genug, gibt es ab nächstem Jahr auch einen Punkteführerschein. Das bedeutet, dass jeder Fahrer für gewisse Vergehen Punkte sammelt. Kommt einer der 22 Piloten über 12 Punkte, dann muss er für ein Rennen pausieren. In der Saison 2013 hätte es nur Esteban Gutierrez von Sauber erwischt. Innerhalb von zwölf Monaten sollte man also nicht über die Hürde von zwölf Punkten kommen, sonst droht einem das Grosjean-Schicksal.

Hier Artikel 4.2 des sportlichen Reglements:

„In accordance with Article 16.3, the stewards may impose penalty points on a driver’s Super Licence. If a driver accrues 12 penalty points his licence will be suspended for the following Event, following which 12 points will be removed from the licence.

Penalty points will remain on a driver’s Super Licence for a period of 12 months after which they will be respectively removed on the 12 month anniversary of their imposition.“

Fotocredit: http://www.rtl.nl/sport/rtl_gp/components/formule1/nieuws/images/2013/1024x768_FIA_Logo_130829.jpg

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